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Donnerstag, 24. November 2011

Ein Maler kommt selten alleine

Sie kennen das, ein Maler kommt selten alleine. Dagegen ist auch überhaupt nichts zu sagen so lange beide auch fleißig sind. Und ganz wie im richtigen Leben wird auch in Zukunft in diesem Blog ein von mir sehr geschätzter Kollege seine Beiträge posten. Das bedeutet für Sie liebe Leser noch mehr Informationen und vielseitigere Posts.

Außerdem habe ich mir vorgenommen, mehr Bilder zu posten. Gerade als Maler hat man ja jede Menge  zu zeigen. Natürlich hoffe ich weiterhin auf viele Kommentare von der anderen Seite des Blogs, also von Ihnen liebe Leser. Das Sie da draußen sind weiss ich, insgesamt wurde dieser Blog bisher über 6000 mal angeklickt. Die meisten Besucher hatte ich bisher im verganenen Monat mit insgesamt 887 Klicks.






Besucherdiagramm, bis Ende November werden wohl knapp 900 Besucher erreicht.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Typische Mängel an einem WDVS #2

Eine der größten Fehlerquellen überhaupt ist der fehlerhafte Einbau von Fensterblechen und den dazugehörigen  Bordprofilen. Fensterbleche müssen mit einem Gefälle von ca. 5° eingebaut werden. Außerdem sollte ein Antidröhnband an der Unterseite verklebt werden. Der seitliche Abschluss erfolgt in der Regel mit Bordprofilen die eine Bewegungsaufnahme ermöglichen. Fensterbleche unterliegen einer Längenänderung durch Temperaturänderungen, sie dehnen sich bei großer Hitze (die Bleche werden unter Umständen über 70°C heiss) aus und ziehen sich bei Kälte wieder zusammen.

Die Bordprofile müssen also eine Bewegungsaufnahme erlauben und gleichzeitig über eine Dichtung verfügen um ein Eindringen von Wasser ins WDVS auszuschließen. Dazu bieten die WDVS Hersteller unterschiedliche Konstruktionen an. Meistens werden die Fensterbleche allerdings gleich mit den (neuen) Fenstern mitgeliefert und entsprechen nicht dem geforderten Standard. Hier sollte der Auftraggeber also von vornherein auf ein noch zu verbauendes WDVS hinweisen und auf die Lieferung WDVS-konformer Bordprofile bestehen.

Häufig werden auch Fensterbänke in falscher Länge geliefert. In der Folge werden die Bordprofile dann nicht richtig eingeputzt. Bei richtiger Ausführung der Leibungsdämmung und bei richtiger Länge der Fensterbank schließt der Leibungsputz genau an der Innenkante des Bordprofiles ab. Das Vorgehen der Längenermittlung der Fensterbank ist eigentlich immer gleich. Zunächst muss der Bauherr festlegen, welche lichte Weite zwischen den fertig geputzten Leibungen verbleibt. Dies wird am Fensterrahmen angezeichnet und der Abstand gemessen. Dazu erfolgt dann eine Zugabe die je nach Hersteller leicht differiert. Fertig.

Sind die Bleche korrekt montiert müssen sie umlaufend mit einem Kompriband beklebt werden da alle Anschlüsse Schlagregendicht ausgeführt werden müssen. Die Bleche sollten mindestens 3 cm über die Putzscheibe überstehen. Besser wäre ein noch größerer Überstand worauf aber aus ästhetischen Gründen  gerne verzichtet wird. Oft wird dies mit einer zu schnellen Verschmutzung der Fassade durch Wasserfahnen bezahlt.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Die Welt ist ein Dorf?

Mal ein kleiner Einwurf in eigener Sache:

Ich sollte neulich für einen Architekten ein Anstrichmuster nach Indien schicken. Zwei Sperrhpolztafeln im DIN A 4 Format, zusammen 600 gr. schwer. Alles schön eingepackt und auf der Homepage eines bekannten Dienstleisters nachgesehen. Wunderbar, die liefern nach Indien, kostet auch nur 38,- €,Abholung im Büro kostet nochmal 3,- € extra. Ein Fairer Preis wie mir schien. Immerhin wollte der Transporteur nach eigenenn Angaben das Paket in ca. 8 - 10 Tagen ausliefern.

Die Online-Frankierung war schnell gemacht, die Formulare ausgedruckt und alle Erforderlichen Zettel in einer Versandtasche aufgeklebt. Abholung laut Dienstleister am Dienstag den 20.09. Mehrere Tage, Telefonate (kostenpflichtige Hotline, miese Musik) und Mails später habe ich das Paket dann doch selber in einer Filiale aufgegeben. Angeblich wurde meine angegebene Adresse nicht gefunden obwohl mir ein Mitarbeiter des Dienstleisters bestätigte, er könne diese bei Google Earth erkennen.. Lt. Paketverfolgung (Online tracking) des Dienstleisters ist das Paket heute noch nicht in Indien angekommen.

Ich glaube nicht das man dem Fahrer des Subunternehmers des Dienstleisters einen Vorwurf machen kann. Nach einem Radiobericht in Bayern 2 bekommen die Subunternehmer pro Paket 0,70 €. Da kann man sich schnell ausrechnen, das der Fahrer des Fahrzeuges kein Navi im Auto hat. Ob da wieder die "Nieten in Nadelstreifen" zugeschlagen haben?

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Typische Mängel an einem WDVS #1

Heute möchte ich mit einer kleinen Reihe von typischen Mängeln bei der Verarbeitung eines Wärmedämmverbundsystemes (WDVS) beginnen. Leider sind alle Photos auf nur einer Baustelle entstanden. Mein herzlicher Dank geht an die Eigentümer des Hauses die mir erlaubt haben, diese Fotos von ihrem Eigenheim zu veröffentlichen.

Hier im Bild ist ein Fehler sehr schön zu erkennen den man schon einen Klassiker nennen kann: Die Überspachtelung der Dübelteller. Wenn im Altbau gedämmt wird muss meistens gedübelt werden. Normaler weise sollten die Dübel versenkt und mit geeigneten Dübelrondellen abgedeckt werden. Wenn dies nicht möglich sein sollte sind die Dübel bündig mit der Oberfläche zu setzen. Da dies in der Praxis nicht immer so gut funktioniert werden die Dübel einfach tiefer gesetzt und die entstandenen Vertiefungen werden mit Armierungsmasse vorgespachtelt. Dabei entstehen später aufgrund der unterschiedliche Materialstärke der Armierungsmasse Risse. Außerdem kann sich später die Dübelung auf der Fassade abzeichnen.

Fehler: Dübel zu tief gestezt
mögliche Schäden: Abzeichnungen, Putzrisse
Besser machen: Dübel versenken und Dübelrondelle einsetzen

Montag, 14. Februar 2011

Übersicht Wärmedämmverbundsysteme (WDVS)

Zur allgemeinen Übersicht hier mal ein Artikel den ich auch schon im Bauexpertenforum veröffentlicht habe.

Primärer Zweck eines WDVS ist die Einsparung von Heizenergie. Daneben kommen aber noch der Schutz des Mauerwerkes sowie die Gestaltung der Hausfassade. Der Aufbau eines WDVS ist immer der Gleiche:

1. Anbringen der Dämmplatten
2. Armierung der Fassadenflächen
3. Oberputz (Deckputz), evtl. mit zusätzlichem Farbanstrich.

Vielfalt der Wärmedämmverbundsysteme (WDVS)

Auf dem Markt befindet sich eine schwer überschaubare Anzahl an Systemen, über 100 Hersteller wollen in Deutschland ihre Produkte an den Kunden bringen. Grundsätzlich lassen sich die WDVS nach ihren Dämmstoffen unterscheiden.

Der am häufigsten verwendete Dämmstoff sind Polystyrol-Hartschaumplatten, bekannt unter dem Markennamen Styropor (Die Markenrechte wurden vom Hersteller BASF auf den Fachverband WDVS übertragen).

Daneben wird auch nach den Klebe- und Armierungsmassen (mineralisch und organisch) sowie dem Oberputz (Kalk- Zement, Silikat, Silicon, Kunstharz) unterschieden.

Verarbeitung von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS)

Die Verarbeitung der einzelnen Komponenten in den einzelnen Schritten:

1. Die Dämmplatten werden nur geklebt oder geklebt und anschließend zusätzlich verdübelt. Alternativ kommt bei schlecht tragfähigen und ungleichmäßigen Untergründen eine Schienenbefestigung zum Einsatz. In Ausnahmefällen können die Platten auch nur durch Dübelung befestigt werden. Dies ist bei sehr unebenen Untergründen erforderlich. Anschließend werden die Dämmplatten noch geschliffen um eine glatte Oberfläche zu erzielen. Alle Anschlüsse werden schlagregendicht ausgeführt (Vorkomprimierte, bituminierte Dehnfugenbänder, spezielle Anputzleisten).
Polystyrol-Hartschaum gilt bis zu einer Dämmstoffstärke von 10 cm als „schwer entflammbar (B 1)“, darüber als „normal entflammbar (B 2)“. Um Dämmstoffstärken über 10 cm „schwer entflammbar“ auszurüsten werden sog. Brandriegel oder Brandgurte aus Mineralwolle eingebaut.

2. Danach folgt die Armierung. Zunächst erhalten alle Gebäudeecken und Ecken von Gebäudeöffnungen einen zusätzlichen Kantenschutz, Danach wird ein spezielles Armierungsgewebe mit dem Armierungsmörtel eingespachtelt. Armierungsmörtel können zementös gebunden sein (mineralische Armierung) oder durch Acrylharze (organische Armierung, häufig durch Siliconharzbeigabe diffusionsoptimiert)

3. Danach wird, je nach System, noch ein Zwischenanstrich mit Putzgrundierung aufgebracht und anschließend die Fassade verputzt. Dies kann mit weißem oder getöntem Putz erfolgen. Mineralische getönte Putze benötigen noch einen Egalisierungsanstrich.

Zusätzlich erhalten spritzwassergefährdete und erdberührte Bereiche noch einen zusätzlichen Schutzanstrich der die Wasseraufnahme ins System verhindert.

Zulassung von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS)

Alle in Deutschland verwendeten WDVS benötigen eine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Institut für Bautechnik. Alle Systemkomponenten müssen von einem Hersteller geliefert werden und der selben Zulassungsnummer entsprechen.
Für die Dimensionierung der Dämmstoffstärke empfiehlt sich eine Berechnung durch den Fachmann (Energieberater, Architekt), der in diesem Zug auch eine Tauwasserausfallberechnung (z.B. im Glaserverfahren) durchführen sollte. Neben einer ordentlichen Ausführung durch den Handwerker sicher die beste Möglichkeit, Folgeschäden zu vermeiden.

Übersicht Dämmstoffe:

Polystyrol-Hartschaumplatten(EPS, XPS)
günstig, gute Verarbeitung mit Schneidegerät, schleifbar, Wärmeleitgruppen 040, 035, 032

Polyurethanplatten (PUR)
teuer, schleifbar, Wärmeleitgruppe 028

Mineralwolleplatten, Steinlamelle
teuer, nicht brennbar, Wärmeleitgruppe 042, 040, 035

Mineralschaumplatten
teuer, nicht brennbar, schleifbar, Wärmeleitgruppe 045

Resol-Hartschaumplatten
sehr teuer, gesundheitsgefährdend bei Verarbeitung, nicht schleifbar, Wärmeleitgruppe 022

Korkplatten und weitere nachwachsende Dämmstoffe wie z.B. Schilf, meist teuer, teils schlechte Verarbeitung, verschiedene Wärmeleitgruppen nach Material und Hersteller


Übersicht Armierungsmörtel:

Zementgebunden (mineralisch) günstiger Materialpreis, gute Verarbeitung auch maschinell, ca. 5 kg/m² mittlere Schlagfestigkeit,

Kunstharzgebunden (organisch) höherer Materialpreis, Verarbeitung auch maschinell, ca. 3,5 kg/m² hohe Schlagfestigkeit

Kunstharzgebunden mit speziellen Zusätzen (Carbonfasern) hoher Materialpreis, Verarbeitung auch maschinell, ca. 3,5 kg/m² hohe Schlagfestigkeit


Übersicht Putze:

zementös gebundene Putze günstiger Materialpreis, gute Verarbeitung auch maschinell, eingeschränkte Farbtonauswahl Egalisierungsanstrich erforderlich

Silikatputze mittlerer Materialpreis, gute Verarbeitung auch maschinell, eingeschränkte Farbtonauswahl Egalisierungsanstrich vorteilhaft

Kunstharzputze mittlerer Materialpreis, gute Verarbeitung auch maschinell, hohe Farbtonvielfalt Egalisierungsanstrich kann entfallen, Algizidzusatz möglich

Siliconharzputze höherer Materialpreis, gute Verarbeitung auch maschinell, eingeschränkte Farbtonauswahl Egalisierungsanstrich kann entfallen, Algizidzusatz möglich

Die Auswahl der Produkte, bzw. des eingesetzten Systems richtet sich nach den Gegebenheiten vor Ort. So ist beispielsweise ein Siliconharzputz sinnvoll, wo ein hohes Algenwachstum zu erwarten ist (saubere Luft, Gras, Bäume und Büsche in näherer Umgebung). In innerstädtischen Bereichen ist ein Silikatputz sinnvoll, da dieser aufgrund spezieller Eigenschaften (Edelkreidung) selbstreinigend wirkt.

Für alle Arten von Anschlüssen an Fenster Türen usw. gibt es spezielle Dichtbänder oder Anputzleisten. Während die Dichtbänder universell eingebaut werden können liegen die Vorteile der Anputzleisten in einer sauberen und ästhetisch anspruchsvollen Verarbeitung.

WDVS Verarbeitung

Für die Verarbeitung eines WDVS sollte ein versierter Fachbetrieb beauftragt werden. Die Dämmstoffstärke sollte in Abstimmung mit den Zielen des Bauherrn (EnEV Mindeststandard, KFW Förderung, sonstige Förderungen) bzw. den gesetzlichen Vorgaben berechnet werden. Anschlussdetails müssen sorgfältig geplant werden. dazu gehören Anschlüsse an Dächer, Fenster, Türen und der Sockelbereich. Ferner sollten Befestigungsmöglichkeiten für Fensterläden, Geländer, Markisen usw. berücksichtigt werden.

Zu guter Letzt gilt es, Materialstruktur und die Farbtöne auszuwählen. Generell gilt eine Untergrenze des Hellbezugswertes von 20. Allerdings machen einige Materialhersteller Ausnahmen und erlauben, unter Einhaltung gewisser Vorgaben, auch dunklere Farbtöne.

Dienstag, 1. Februar 2011

Schimmel ganz konkret und aktuell

Gestern war ich bei einem Bekannten der in einem Zimmer an der Ostseite seiner Mietwohnung auch schon länger mit Schimmelbildung herum laboriert. Ich bin also hin und habe mir besagtes Zimmer angesehen und mal das Messgerät reingehalten. Interessant waren weniger die Messwerte an sich, die hatte ich erwartet. Bei einer Außentemperatur von -5° C hatten die klassischen Bereiche (Gebäudeecke über dem Fußboden und unter der Decke nur 10° - 12° C Oberflächentemperatur).

Im Zimmer war es mit 18° C gar nicht so kalt und die Taupunkttemperatur wurde mir bei einer rel. Luftfeuchte von um die 60% auch mit knapp 10° C angegeben. Da geht der Feuchtigkeitsniederschlag los, keine Frage. Was passiert aber, wenn, wie in der letzten Zeit die Außentemperaturen höher sind? Dann müsste auch die Ecke wärmer sein und es sollte keine Probleme geben. Die Antwort ist aber relativ einfach.

Wenn man die Raumtemperatur und die Luftfeuchte in der Nähe der Ecke misst stellt man fest, das dort die Temperaturen viel niedriger und die rel. Luftfeuchte deutlich höher ist. Demzufolge sinkt dort auch der Taupunkt ab. Als ich die Messung durchführte lag dieser bei knapp über 6° C. Als mich dann die Dame des Hauses noch fragte, ob es eine Rolle spielen würde das sie in diesem Zimmer bügeln würde war mir klar was passiert.

Hier wurde zumindest temporär die Luftfeuchte auch noch deutlich erhöht. Neben dem Wasser das ein Dampfbügeleisen emittiert verdunstet auch noch einiges an Wasser aus der unter dem Bügeleisen trocknenden Wäsche. Ich schätze mal, das hier durchaus ein halber Liter Wasser in die Raumluft verdampft. Da es sich hier um ein kleineres Zimmer handelt (Grundfläche vielleicht 12 m²) steigt dadurch die Luftfeuchte immer wieder signifikant an.

Die Lösung liegt also auf der Hand. Um weitere Schimmelbildung zu vermeiden ist es nötig, weiterhin zu heizen und neben der normalen Stoßlüftung auch nach dem Bügeln zusätzlich zu lüften. Zum großen Teil ist natürlich auch die schlecht dämmende Außenwand schuld an der Situation (der Vermieter wohnt in der Wohnung unterhalb und hat die gleichen Probleme). Ein WDVS würde hier eine deutliche Verbesserung der Situation herbeiführen.

Samstag, 29. Januar 2011

Der Dauerbrenner - atmende Wände

Ob Max von Pettenkofer geahnt hat was er da 1850 angestellt hat? Jedenfalls klagte sein oberster Dienstherr, König Max II über unbefriedigende raumklimatische Verhältnisse in der königlichen Residenz. Aufgrund seiner vorhergehenden Untersuchungen zur Ausbreitung von Seuchen wie beispielsweise Cholera und empirischen Versuchen zur Luftwechselrate der bewohnten Zimmer kam Pettenkofer zu dem Schluss, das ein nicht unerheblicher Luftaustausch durch das Mauerwerk stattfinden müsste.

Also führte Pettenkofer, ein Mann der Tat, folgenden Versuch durch und zeigte diesen auch bei seinen Vorlesungen: Ein zylindrisches Stück Luftkalkmörtel wurde ringsherum mit Wachs abgedichtet. Auf die unbehandelten Stirnflächen wurde jeweils ein Trichter aufgesetzt. Pettenkofer blies in den einen Trichter und siehe da, eine am anderen Trichter aufgestellte Kerze konnte ausgeblasen werden.


Wer heute diesen Versuch nachstellt wird sehr schnell merken das es durchaus möglich ist eine Kerze durch das Werkstück hindurch auszublasen. Allerdings ist der dabei aufgewendete Druck mehrere hundert mal höher als der an Außenwänden auftretende Staudruck. Pettenkofer selber hat übrigens den Begriff "atmende Wände" selber nie verwendet sondern sprach von natürlicher oder freiwilliger Ventilation.
Weitere Infos über Max von Pettenkofer
Lesenswertes Buch von Helmut Künzel: Bauphysik Geschichte und Geschichten, erschienen im Fraunhofer IRB Verlag

Freitag, 21. Januar 2011

Energieeffizient Sanieren - Neu ab 01.März 2011

Energieeffizient Sanieren - Neu ab 01.März 2011

Einzelne Sanierungsmaßnahmen werden wieder gefördert. Voraussetzung: Die Energiebilanz des Wohngebäudes wird verbessert.

So steht es auf der Homepage der KfW Bankengruppe.

Die KfW Bankengruppe fördert ab 01. März 2011 neben umfassenden Sanierungen auch wieder einzelne hochenergieeffiziente Sanierungsmaßnahmen, die der Energiebilanz eines Wohngebäudes zugute kommen, wie Dämmung, Lüftungsanlage, Austausch der Fenster oder Erneuerung der Heizungsanlage. 
"Bauherren haben zukünftig wieder die Wahl, ihr Wohnhaus einmalig vollständig zu sanieren oder die energetische Qualität in einzelnen Sanierungsschritten zu verbessern. Das kommt insbesondere privaten Hausbesitzern zugute, die oftmals aus Kostengründen zeitlich versetzte Sanierungsmaßnahmen bevorzugen", sagte Dr. Axel Nawrath, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe.

Na, das ist doch mal was.  Für ein KfW Effizienzhaus 55 macht die KfW beispielsweise bis maximal 13125,- € pro Wohneinheit locker. Sicher ein guter Grund mehr, sein Haus zu dämmen. Weitere Infos gibt es auf der Homepage der KfW.

Freitag, 14. Januar 2011

Algenbefall ist optischer Mangel

Wie das Oberlandesgericht Frankfurt jetzt geurteilt hat (7U 76/09) wird ein Algenbefall an der Fassade als Mangel bewertet. In dem Streitfall  ging es um ein Objekt an dem ein WDVS ausgeführt wurde. Das WDVS war frei von Sachmängeln ausgeführt worden. Jedoch erkannte ein Sachverständiger das der frühe Algenbewuchs vermeidbar gewesen wäre wenn der Dachüberstand größer gewesen wäre. Da der Vertragspartner des Auftraggebers ein Generalunternehmer war kam das Gericht zu der Auffassung, der GU habe nicht nur isoliert deine mangelfreie Wärmedämmung geschuldet sondern ein insgesamt funktionstüchtiges Gebäude.

In der Urteilsbegründung wird näher auf die Umstände hingewiesen und auch die Aussagen der Sachverständigen erläutert.

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Rückblick und Vorausschau

Seit Anfang November ist dieser Blog jetzt online und nahezu 700 Aufrufe sind bisher erfolgt. Für mich ein guter Grund weiter zu machen. Die Zugriffe erfolgten aus  bisher 10 verschiedenen Ländern, und zwar aus den USA (24 Zugriffe), Österreich (20), Schweiz (8), der Russischen Föderation (3), aus Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden (je 2) sowie Belgien und der Tschechischen Republik (je 1).

An dieser Stelle noch eine Bitte: Kommentieren Sie meine Beiträge, stellen Sie Fragen, tragen Sie sich als Leser dieses Blog ein. Diese Seiten sollen mit Leben erfüllt werden und ohne Ihre Beteiligung wird mir das nicht so richtig gelingen

Ich melde mich wieder im neuen Jahr und wünsche allen Besuchern nur das Beste und das alle guten Wünsche in Erfüllung gehen.


Danke, Thank you, Mercy beaucoup, Спасибо, Dank je wel, Děkuij

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Und nochmal - Schimmel

Heute wollen wir mal den Ursachen des Schimmels auf den Grund gehen. Über Feuchtigkeit im Bad habe ich ja schon geschrieben. In einem älteren Blog habe ich auch schon über Wärmebrücken geschrieben und was dort passiert. Dann wird es jetzt Zeit, sich um Abhilfe zu bemühen.

Immer wieder liest man über richtiges Lüften durch eine sogenannte Stoßlüftung. Was passiert da eigentlich und wieso sind andere Lüftungsformen nicht so effektiv? Lassen Sie uns erst einmal über drei Begriffe sprechen:

absolute Luftfeuchtigkeit (Luftfeuchte) in Gramm pro Kubikmeter
relative Luftfeuchtigkeit (Luftfeuchte) in Prozent
Taupunkttemperatur in Grad Celsius

Die absolute Luftfeuchte wird selten verwendet, ist aber leicht zu beschreiben. Hier wird angegeben wieviel Masse Wasser sich in einem Kubikmeter Luft befindet. Also beispielsweise 10g/m³

Die relative Luftfeuchte ist schon etwas schwieriger zu beschreiben. Aber lassen Sie es mich einmal so versuchen: Luft kann bei bestimmten Temperaturen Wasser als Dampf aufnehmen. Je höher die Temperatur desto mehr Wasser kann die Luft "halten".  Wenn sich die Höchstmenge an Wasserdampf in der Luft befindet spricht man von Sättigung. An diesem Punkt spricht man von 100% relativer Luftfeuchte. Beispiel:

Bei 20° C beträgt die Wassermenge bei Sättigung, also 100% rel. LF ca. 13 Gramm pro m³. Bei 25° C beträgt die Wassermenge bei 100% rel. LF schon ca. 16,8 Gramm pro m³.

Der Taupunkt ist nun die Temperatur bei der bei einer vorgegebenen relativen Luftfeuchte der in der Raumluft gespeicherte Wasserdampf wieder kondensiert, das heißt, sich als flüssiges Wasser niederschlägt. Dieser Taupunkt kann berechnet oder in Tabellen abgelesen werden. Auch gibt es Messgeräte die Temperatur und rel. LF gleichzeitig erfassen und dann die Taupunkttemperatur ausgeben. Je höher die rel. LF in einem Raum ist, desto höher wird auch die Taupunkttemperatur.

Beispiel 1: Stellen wir uns einen Raum vor, der 23° C warm ist, die rel. LF beträgt 65 %. Dann ist die Taupunkttemperatur bei 16,07°C. An jedem Punkt in diesem Raum der nun kälter ist als diese 16,07° C wird sich also der Wasserdampf als flüssiges Wasser niederschlagen. Möglich ist dies bei Fensterinnenseiten oder bei Wärmebrücken des Außenmauerwerks.

Beispiel 2: Sie haben gelüftet und heizen wieder. Wiederum beträgt die Zimmertemperatur 23° C, allerdings beträgt die rel. LF nur noch 30 %. Die Taupunkttemperatur liegt nun nur noch bei 4,25° C. Selbst in kalten Winterzeiten werden Sie in Ihrem Wohnraum kaum eine Stelle finden die so kalt ist.

Wie beeinflusst nun das Lüftungsverhalten die Luftfeuchte? Dazu muss man wissen, das sich die Luftfeuchte in Wohnräumen ohne dazutun erhöht. Wasser wird in Form von Schweiß vom Menschen abgegeben, Pflanzen verdunsten Wasser, und nicht zuletzt durch Kochen oder Duschen wird jede Menge Wasser in der Raumluft verteilt. Angenommen wir haben wieder die Verhältnisse wie in unserem Beispiel 1. Nehmen wir an, der Raum ist mein Wohnzimmer mit etwa 50 m³ Luftvolumen. Also enthält das Wohnzimmer 50 x 16,07 Gramm Wasser, also rund 800 Gramm. Ich öffne nun mein Fenster und lüfte einmal ordentlich durch. Dadurch gelingt es mir, die Hälfte der Luft, also ca. 400 Gramm Wasser nach außen abzugeben, frische, kalte Außenluft strömt herein. Nach kurzer Zeit hat sich mein Zimmer wieder auf 23° C erwärmt. Wie steht es jetzt um die Luftfeuchte?

Während ich diese Zeilen schreibe hat es draußen -3 ° C, die rel. Luftfeuchte beträgt 90%. Nach meinen Berechnungen befinden sich jetzt ca. 2,25 Gramm Wasser in einem Kubikmeter Außenluft. Mit den 25 Kubikmetern Frischluft strömen nun also  ca. 60 Gramm Wasser in mein Wohnzimmer. Effektiv nimmt also die Wassermenge in meinem Wohnzimmer also um 340 Gramm ab. Nach dem Lüften habe ich statt der ursprünglich 800 Gramm nur noch 460 Gramm Wasser in meiner Raumluft, also ca. 9,2 Gramm pro Kubikmeter. Daraus errechnet sich bei 23° C eine relative Luftfeuchte von ca. 52%. In meinem ersten Beispiel habe ich ja eine Taupunkttemperatur von 16,07° C ermittelt. Demgegenüber beträgt die Taupunkttemperatur bei 23° C und den genannten 52% rel. LF nur noch 12,62° C.

Fazit:
Durch gezielte Lüften ist es möglich, die Taupunkttemperatur innerhalb eines Raumes deutlich zu senken. Dadurch wird oft verhindert, das sich Schimmelpilze an Wänden oder Decken festsetzen können. Sonderfall bleiben extreme Wärmebrücken um die ich mich in meinen nächsten Blogbeiträgen kümmern werde

Dienstag, 28. Dezember 2010

... und immer noch Schimmel

So also sieht er aus, der Schimmel, hier fotografiert in einer Fliesenfuge in meiner Duschkabine. Hat ein bisschen gebraucht, bis er so schön gewachsen war. Mittlerweile habe ich ihn natürlich beseitigt.

Wie ich weiter unten schon beschrieben habe benötigt der Schimmelpilz nicht viel mehr als etwas Nährstoffe und Wasser. Woher das Wasser kommt ist ja klar, aber wie siet es denn mit Nährstoffen in so einer Fliesenfuge aus? Wahrscheinlich hat die beste Ehefrau von allen mal mit Essig gereinigt der sich in Verbindung mit alkalischen Stoffen (Kalk!) neutralisiert und zugleich noch ein paar Nahrungsmittel für den Schimmel mitbringt. Jetzt fragen Sie sich natürlich, womit man denn richtigerweise reinigen soll, denn eins ist klar: Vermeiden können wir die Feuchtigkeit in einer Duschkabine nicht.

Dazu sollte man wissen, das mit Schimmelsporen nicht zu spaßen ist. Sie können Krankheiten und Allergien auslösen. Deswegen sollten Sie folgendes beachten:

Bearbeiten Sie selbst keine befallene Flächen die größer als ein halber Quadratmeter sind. Hier sind Fachleute erforderlich die über entsprechende Ausbildung und Schutzausrüstung verfügen. Kleinere Flächen können mit 70 - 80%igen Ethylakohol (Spiritus) desinfiziert werden (während der Behandlung gründlich lüften, maximal 100 ml pro Arbeitsgang). Anschließend die befallenen Flächen gründlich nass reinigen. Berühren Sie die Schimmelpilze nicht (Handschuhe) und tragen Sie möglichst einen Mundschutz. Nach Beendigung der Sanierungsarbeiten duschen und Kleider waschen. Natürlich können Sie auch gestrichene Wandflächen desinfizieren und reinigen. Hinterher können Sie mit einer Schimmelschutzfarbe streichen.

Größere Flächen oder auch schwer zu reinigende Flächen (Teppich, Möbel, Tapeten) überlassen Sie dem Fachmann. Gewerbliche Firmen die sich mit Schimmelschutz auskennen finden Sie in den einschlägigen Verzeichnissen.

Sehr ausführlich ist das Ganze in zwei Broschüren des Bundesumweltministeriums. Einmal der etwas umfangreichere Schimmelleitfaden sowie die Broschüre Hilfe! Schimmel im Haus

Tja, so ist das mit den Politikern - mit Geld können Sie nicht umgehen, aber vom Schimmel, da verstehen sie was.

Samstag, 4. Dezember 2010

Schimmel in Wohnräumen - die schwarze Gefahr?

Immer wieder bekomme ich Anfragen zum Thema Schimmel. Wo kommt Schimmel her? Was kann man gegen Schimmel tun? Ist Schimmel gesundheitsgefährdend? Im heutigen Blog möchte ich auf solche Fragen eingehen und uns erst einmal einen Überblick über das Thema verschaffen.

Schimmelsporen sind in unserer Umgebungsluft allgegenwärtig. Die Sporen haben eine erstaunlich lange Lebensdauer und sind bei Abwesenheit von Wasser inaktiv. Können sich jedoch Schimmelsporen z.B. an feuchten Bauteilen niederlassen beginnt die Vermehrung. Da stellt sich natürlich die Frage, wo denn die Feuchtigkeit herkommen kann. Die Antwort fällt leicht, nämlich meistens aus der Raumluft. Allerdings kommen auch andere Quellen in Betracht, wie z.B. durchfeuchtete  Außenwände oder Wasserflecken durch Rohrbruch oder andere baulichen Unzulänglichkeiten.

Wie kommt das Wasser aus der Raumluft, die sogenannte Luftfeuchtigkeit oder Luftfeuchte aber ans Bauteil? Dazu muss man wissen, das unsere Luft umso mehr Wasser speichern kann, je wärmer sie ist. Wenn Luft abkühlt muss sie Wasser abgeben. Dieses Wasser kondensiert in der Luft (Nebel) oder an kälteren Flächen. Denken Sie an Ihr Auto das im Freien steht. Wenn nachts die Luft abkühlt verliert sie Wasser. Dieses Wasser schlägt sich auf ihrer Windschutzscheibe nieder und diese ist am Morgen mit vielen kleinen Tautropfen überzogen. Ähnlich ist es mit dem feuchten Gras in Ihrem Garten. Aber auch im Hausinneren können wir dieses Phänomen beobachten. Nehmen Sie im Sommer eine schöne kühle Flasche Bier aus dem Kühlschrank (oder jedes andere Getränk) und stellen dieses auf den Küchentisch. Schon bald bilden sich Tautropfen auf der kalten Oberfläche.

Was ist da passiert?

Ganz einfach, die warme Umgebungsluft kühlt sich an der kalten Flasche ab und muss Wasser abgeben. Dieser Wasserüberschusss aus der Raumluft schlägt sich als Kondensat auf der Flasche nieder. Genau das Gleiche passiert auch an sogenannten Wärmebrücken.

Und was ist eine Wärmebrücke?

Eine Wärmebrücke ist eine bauliche Unzulänglichkeit über die Wärmeenergie durch ein Bauteil hindurch abfließen kann. Es wird also ein Wärmestrom vom höheren Potential (Wärme) zum niedrigeren Potential (Kälte) erzeugt. Wegen des Wämestromes spricht man auch von Wärmebrücken und nicht von Kältebrücken.
Beispielsweise wurden früher Betondecken und Balkone in einem Stück betoniert. Da das Mauerwerk schon eine halbwegs vernünftige Wärmedämmung besitzt wirkt nun diese Betondecke als Wärmebrücke. Das nennt man dann eine stoffbedingte Wärmebrücke. Daneben gibt es noch geometrische Wärmebrücken. So besitzt ein Wand an ihrer Ecke eine größere Fläche außen als innen. Besonders zu erwähnen sind noch die sogenannten konvektiven Wärmebrücken die durch falsches Lüftungsverhalten der Wohnungsbenützer entstehen.

Im nächsten Blog gehe ich etwas in die Tiefe und werde auch erklärende Fotos und Zeichnungen einfügen.

Sonntag, 21. November 2010

Der richtige Putz für die Fassade

Immer wieder wird die Frage gestellt nach dem richtigen Putz. Dazu kann man nur sagen das es diesen nicht gibt. Der Ober- oder Dekorputz der Fassade sollte je nach Anforderung ausgesucht werden. Dazu muss man sich mit den Eigenschaften der jeweiligen Putzarten beschäftigen. Grundsätzlich werden Putze nach ihrem Bindemittel unterteilt in mineralische und organische Putze. Hier noch eine Übersicht aller mineralischen Putze nach DIN 18 550



Die mineralischen Außenputze sind in der Regel Kalk-Zement Putze, in seltenen Fällen (z.B. Sockelputze) auch reine Zementputze. Dazu gehören aber auch Silikatputze. Die organischen Putze lassen sich aufteilen in Reinacrylate und Siliconharzputze. Lassen Sie uns einmal die verschiedenen Eigenschaften der der einzelnen Putzarten näher betrachten:

Kalk-Zement Putze
+ + günstig
+ + manuell und maschinell zu verarbeiten
+ + sehr gute Diffusionseigenschaften
 - - hohe Wasseraufnahme
 - - benötigen Egalisierungsanstrich
 - - geringe mechanische Wiederstandsfähigkeit


Silikatputze
+ - mittlerer Preis
+ + manuell und maschinell zu verarbeiten
+ + sehr gute Diffusionseigenschaften
+ - eher geringe Wasseraufnahme
 - -  benötigen Egalisierungsanstrich
 - + mittlere mechanische Wiederstandsfähigkeit

Acrylharzputz (Dispersionsputz)
+ - mittlerer Preis
+ + manuell und maschinell zu verarbeiten
+ - gute Diffusionseigenschaften
+ + geringe Wasseraufnahme
+ + benötigen keinen Egalisierungsanstrich
+ + sehr hohe mechanische Wiederstandsfähigkeit

Siliconharzputz
 - -  hoher Preis
+ + manuell und maschinell zu verarbeiten
+ + sehr gute Diffusionseigenschaften
+ + geringe Wasseraufnahme
+ + benötigen keinen Egalisierungsanstrich
+ + sehr hohe mechanische Wiederstandsfähigkeit

Selbstverständlich müssen diese Eigenschaften auch bewertet werden. So ist beispielsweise das Wasserdampfdiffusionsvermögen bei den Acrylharzputzen geringer als bei allen anderen Putzarten, jedoch spielt das in der Regel keine Rolle (entgegen landläufiger Meinung!).  Dagegen sind sie sehr widerstandsfähig gegen mechanische Beeinflussung, also Kratz- oder Stoßeinwirkung.  Dagegen sind Kalk-Zementputze konkurrenzlos billig wenn man den Materialpreis betrachtet, etwas anders sieht der Quadratmeterpreis aus weil man ja auf jeden Fall einen Egalisierungsanstrich benötigt.

Den aktuellen Stand der Technik repräsentieren zweifellos Siliconharzputze die bei geringster Wasseraufnahme die besten Diffusionswerte liefern. Daneben sind sie, ähnlich wie die Acrylharzputze, mechanisch sehr widerstandsfähig. Leider sind Siliconharzputze auch sehr teuer, was sich aber durch den möglichen Wegfall eines Egalisierungsanstriches auch relativieren kann.

Sie haben ein Problem?

Aufgrund diverser Anfragen möchte ich betonen:
Ich besitze keinen Maler- oder Putzerbetrieb (mehr) und kann Ihnen mit konkreten Angeboten zur Sanierung nicht dienen. Sollten Sie ein Problem haben, von dem Sie glauben ich könnte Sie beraten, dann senden Sie mir einfach eine E-Mail. Ich werde die Fragestellung hier posten und darauf eingehen.

Sollten Sie eine unabhängige Vor-Ort -Beratung wünschen setzen Sie sich mit mir per Mail in Verbindung. Bitte denken Sie daran - ich bin kein öffentlich bestellter oder vereidigter Sachverständiger bzw. Gutachter.

Mittwoch, 10. November 2010

Planung der Malerarbeiten im Holzständerhaus (EL) - Bauexpertenforum

Planung der Malerarbeiten im Holzständerhaus (EL) - Bauexpertenforum: "- Mit Google Toolbar gesendet"

Hat jetzt weniger mit dem ursprünglichen Thema hier zu tun, es geht um die Begrifflichkeit. Immer wieder lese ich in Forenbeiträgen das "gemalert" wird. Ein Begriff der mich einfach stört. Entweder wird gemalt, dann ist aber eher der Kunstmaler gemeint, oder es wird gestrichen, gerollt, oder wenn es ein Fremdwort sein soll, appliziert. Maurer maurern nicht, Friseure friseuren nicht und Maler malern nicht.

Und das musste auch mal gesagt sein.

Montag, 8. November 2010

Wer hat die Dickste - oder warum man die Wärmedämmung berechnen sollte

Immer wieder höre ich davon,das Dämmstoffstärken eines WDVS pauschal bestimmt werden (10 cm gehen immer!). Das ist aber nicht richtig. Vielmehr sollte die Dämstoffstärke berechnet werden. Dazu sind mehrere Parameter zu berücksichtigen. Zuerst muss der Ist-Zustand eines Gebäudes ermittelt werden. Dann wird der Soll-Zustand festgelegt. Dieser ist wiederum von mehreren Dingen abhängig:
  • welcher U-Wert soll erzielt werden?
  • sollen Fördermittel beantragt werden?
  • stimmen bauphysikalische Eckdaten?
Also sollte sich ein Bauherr erst einmal eine Berechnung des Ist-Zustandes (also noch ohne WDVS)erstellen lassen. Dies macht in der Regel ein spezialisierter Architekt oder ein Energieberater. Dann sollte man sich über die Rahmenbedingungen von Fördergeldern schlau machen. Es gibt verschiedene Programme, z.B. von der KfW mit unterschiedlichen Richtwerten. Auch Bund und Länder (z.B. LfA Bayern) legen immer wieder Programme auf.

Von entscheidender Bedeutung ist aber auch eine bauphysikalische Berechnung, beispielsweise ein Glaser-Diagramm. Hier wird rechnerisch nachgewiesen, ob sich evtl. Tauwasser im Wandaufbau niederschlägt oder nicht. Tauwasser im Wandaufbau des  wäre schädlich da es hier zu Wärmeverlusten und evtl. Schimmelbildung kommen könnte. Im Bild oben sieht man übrigens die schematische Darstellung eines einwandfreien Wandaufbaues. Da sich Temperaturverlauf und Taupunkttemperaturkuve nicht schneiden kommt es zu keiner Tauwasserbildung im Wandaufbau.

... und schon geht es los

Wenn Sie mehr oder weniger zufällig auf diesen Blog gestoßen sind fragen Sie sich vielleicht, was das Ganze soll. Ganz einfach, ich bin Malermeister von Beruf und als technischer Berater eines großen Putz-, Farben-, und WDVS Herstellers unterwegs.

Ich möchte in diesem Blog meine Erfahrungen weiter geben. Es soll eine Mischung entstehen aus aktuellen Vorgängen aus meiner Praxis und interessanten Fällen die ich bisher erleben durfte. Ich hoffe auf ihre rege Mitarbeit. Stellen Sie Fragen (sie wissen ja, es gibt keine dummen) und kommentieren Sie das bisher Geschriebene. Ich freue mich schon darauf.