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Samstag, 19. November 2011

Gibts doch gar nicht - oder der Maler als Blogger

Ich habe mich in einer Mußestunde mal im Netz umgesehen ob ich noch ein paar andere Blogger aus dem Malerhandwerk finde. Das sich da nicht hunderte tummeln war mir klar, aber  das ich so gut wie nichts finden würde hat mich doch erstaunt. Deswegen hier mal der Aufruf an meine treue Leserschaft:

Wenn Sie andere Malerblogs kennen, bitte posten Sie den Link hier in einem Kommentar. Ich werde die Blogs dann in meine Blogroll aufnehmen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, das diese Blogs auch gefunden werden und nicht einfach untergehen. Nichts ist frustrierender als nicht gelesen zu werden finde ich.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Typische Mängel an einem WDVS #4

Bisher habe ich ja immer über Mängel an der Oberfläche berichtet. Heute möchte ich mal etwas ganz grundsätzliches Ansprechen, im wahrsten Sinne des Wortes. Im Foto kann man ein WDVS betrachten das auf einer Betonfassade aufgeklebt wurde. Gedübelt wurde nicht, aber das wäre normalerweise auch nicht notwendig. Grundsätzlich werden WDVS nämlich nur verklebt und "können zusätzlich gedübelt" werden. So steht es in den bauaufsichtlichen Zulassungen.

Wann aber muss denn gedübelt werden und wann nicht, fragt sich der aufmerksame Leser. Die Antwort ist einfach. Eine zusätzliche Dübelung ist immer dann erforderlich, wenn ein Haftzugswert von 0,08 N/mm² unterschritten wird. Bei unverputztem und unbeschichtetem Beton oder Mauerwerk werden aber ausreichend große Haftzugswerte vorausgesetzt. Dabei muss aber beachtet werden, das diese Untergründe manchmal sehr stark saugend sind. Dann müssen diese mit einer geeigneten Grundierung des Systemherstellers grundiert werden.

Im vorliegenden Fall sollte ein Maler die Fassade eines Geschäftsgebäudes renovieren. Da ihm die ganze Sache "spanisch" vor kam wurde ich zur Beurteilung hin zu gebeten. Mit Erlaubnis des Hausherrn wurde die Fassade, die an der Oberfläche gerissen war und beim Abklopfen hohl klang, schließlich geöffnet. Das Ergebnis ist im Bild zu sehen. Offensichtlich war die Anhaftung des Klebers an der Fassade nur minimal. An der Plattenrückseite hielt der Kleber einwandfrei, die Betonoberfläche zeigte sich stark kreidend. Beim Benetzungstest stellte ich fest, das der Beton das aufgesprühte Wasser in "nullkommanix" von der Oberfläche weggesaugt hatte. Damit stand für mich fest, Ursache der Ablösung ist eine mangelhafte Verklebung verursacht durch einen stark saugenden und kreidenden Untergrund. Der Verarbeiter war offensichtlich seiner Prüfpflicht nicht  nachgekommen.

Dabei könnte es so einfach sein: Eine Wischprobe mit der Hand, und die Benetzungsprobe mittels Sprühflache wären alles gewesen was man benötigt um einen Totalabriss des WDVS zu verhindern.

Freitag, 21. Oktober 2011

Typische Mängel an einem WDVS #3


Wieder ein typischer Pfusch am WDVS. Lieblos zusammen gestückelte Dämmplattenfragmente werden irgendwo hinein gestopft wo sie dann mehr oder weniger passend verklebt werden. Fugen spielen keine Rolle, kann man ja hinterher ausschäumen. Was früher vielleicht mal funktioniert hat, bei den heutigen Plattenstärken aber fast unmöglich ist. Immerhin muss ja die gesamte Fuge ausgeschäumt werden um eine Kondensation der eindiffundierten Feuchtigkeit und damit Abzeichnungen von Plattenstößen zu verhindern.  Dazu wurde im hier gezeigten Bild erst die Dämmung verklebt, die Austrittsfensterbank soll wohl später (irgendwie) noch montiert werden. Über den Anschluss der Dämmung an die Fenster möchte ich an dieser Stelle gnädig hinweg sehen, das Thema greife ich demnächst einmal separat auf.


Also noch mal zum Mitschreiben:

Ein Überbindemaß der Dämmplatten von mindestens 10 cm ist einzuhalten. Alle Detailanschlüsse sind vom WDVS Handwerker herzustellen. Das heißt im Umkehrschluss das alle anzuarbeitende Bauteile schon montiert sein müssen. Austrittsfensterbänke müssen stabil unterbaut werden. Die Hersteller bieten Montagekonsolen an, mit denen geht das ganz vernünftig.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Die Jugend von heute

Gestern hatte ich 25 Meisterschüler der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz zu einer WDVS Schulung im Haus. Sechseinhalb Stunden geballte Info zum Thema Wärmedämmverbundsysteme. Aber die Meisterschüler (und die eine Meisterschülerin) haben ordentlich mitgearbeitet und zeigten reges Interesse. Also wirklich kein Grund zur Schwarzmalerei a la "Die heutige Jugend taugt nichts mehr". Hat wahrscheinlich noch nie gestimmt. Die heutige Jugend war immer nur ein bisschen anders als wir selbst, nicht schlechter, auch wenn es schwer fällt zu akzeptieren.

Auf jeden Fall wünsche ich dem Führungsnachwuchs in unserem Handwerk viel Erfolg.

Mittwoch, 10. November 2010

Planung der Malerarbeiten im Holzständerhaus (EL) - Bauexpertenforum

Planung der Malerarbeiten im Holzständerhaus (EL) - Bauexpertenforum: "- Mit Google Toolbar gesendet"

Hat jetzt weniger mit dem ursprünglichen Thema hier zu tun, es geht um die Begrifflichkeit. Immer wieder lese ich in Forenbeiträgen das "gemalert" wird. Ein Begriff der mich einfach stört. Entweder wird gemalt, dann ist aber eher der Kunstmaler gemeint, oder es wird gestrichen, gerollt, oder wenn es ein Fremdwort sein soll, appliziert. Maurer maurern nicht, Friseure friseuren nicht und Maler malern nicht.

Und das musste auch mal gesagt sein.

Montag, 8. November 2010

... und schon geht es los

Wenn Sie mehr oder weniger zufällig auf diesen Blog gestoßen sind fragen Sie sich vielleicht, was das Ganze soll. Ganz einfach, ich bin Malermeister von Beruf und als technischer Berater eines großen Putz-, Farben-, und WDVS Herstellers unterwegs.

Ich möchte in diesem Blog meine Erfahrungen weiter geben. Es soll eine Mischung entstehen aus aktuellen Vorgängen aus meiner Praxis und interessanten Fällen die ich bisher erleben durfte. Ich hoffe auf ihre rege Mitarbeit. Stellen Sie Fragen (sie wissen ja, es gibt keine dummen) und kommentieren Sie das bisher Geschriebene. Ich freue mich schon darauf.