Posts mit dem Label Fensterblech werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Fensterblech werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 21. Oktober 2011

Typische Mängel an einem WDVS #3


Wieder ein typischer Pfusch am WDVS. Lieblos zusammen gestückelte Dämmplattenfragmente werden irgendwo hinein gestopft wo sie dann mehr oder weniger passend verklebt werden. Fugen spielen keine Rolle, kann man ja hinterher ausschäumen. Was früher vielleicht mal funktioniert hat, bei den heutigen Plattenstärken aber fast unmöglich ist. Immerhin muss ja die gesamte Fuge ausgeschäumt werden um eine Kondensation der eindiffundierten Feuchtigkeit und damit Abzeichnungen von Plattenstößen zu verhindern.  Dazu wurde im hier gezeigten Bild erst die Dämmung verklebt, die Austrittsfensterbank soll wohl später (irgendwie) noch montiert werden. Über den Anschluss der Dämmung an die Fenster möchte ich an dieser Stelle gnädig hinweg sehen, das Thema greife ich demnächst einmal separat auf.


Also noch mal zum Mitschreiben:

Ein Überbindemaß der Dämmplatten von mindestens 10 cm ist einzuhalten. Alle Detailanschlüsse sind vom WDVS Handwerker herzustellen. Das heißt im Umkehrschluss das alle anzuarbeitende Bauteile schon montiert sein müssen. Austrittsfensterbänke müssen stabil unterbaut werden. Die Hersteller bieten Montagekonsolen an, mit denen geht das ganz vernünftig.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Typische Mängel an einem WDVS #2

Eine der größten Fehlerquellen überhaupt ist der fehlerhafte Einbau von Fensterblechen und den dazugehörigen  Bordprofilen. Fensterbleche müssen mit einem Gefälle von ca. 5° eingebaut werden. Außerdem sollte ein Antidröhnband an der Unterseite verklebt werden. Der seitliche Abschluss erfolgt in der Regel mit Bordprofilen die eine Bewegungsaufnahme ermöglichen. Fensterbleche unterliegen einer Längenänderung durch Temperaturänderungen, sie dehnen sich bei großer Hitze (die Bleche werden unter Umständen über 70°C heiss) aus und ziehen sich bei Kälte wieder zusammen.

Die Bordprofile müssen also eine Bewegungsaufnahme erlauben und gleichzeitig über eine Dichtung verfügen um ein Eindringen von Wasser ins WDVS auszuschließen. Dazu bieten die WDVS Hersteller unterschiedliche Konstruktionen an. Meistens werden die Fensterbleche allerdings gleich mit den (neuen) Fenstern mitgeliefert und entsprechen nicht dem geforderten Standard. Hier sollte der Auftraggeber also von vornherein auf ein noch zu verbauendes WDVS hinweisen und auf die Lieferung WDVS-konformer Bordprofile bestehen.

Häufig werden auch Fensterbänke in falscher Länge geliefert. In der Folge werden die Bordprofile dann nicht richtig eingeputzt. Bei richtiger Ausführung der Leibungsdämmung und bei richtiger Länge der Fensterbank schließt der Leibungsputz genau an der Innenkante des Bordprofiles ab. Das Vorgehen der Längenermittlung der Fensterbank ist eigentlich immer gleich. Zunächst muss der Bauherr festlegen, welche lichte Weite zwischen den fertig geputzten Leibungen verbleibt. Dies wird am Fensterrahmen angezeichnet und der Abstand gemessen. Dazu erfolgt dann eine Zugabe die je nach Hersteller leicht differiert. Fertig.

Sind die Bleche korrekt montiert müssen sie umlaufend mit einem Kompriband beklebt werden da alle Anschlüsse Schlagregendicht ausgeführt werden müssen. Die Bleche sollten mindestens 3 cm über die Putzscheibe überstehen. Besser wäre ein noch größerer Überstand worauf aber aus ästhetischen Gründen  gerne verzichtet wird. Oft wird dies mit einer zu schnellen Verschmutzung der Fassade durch Wasserfahnen bezahlt.