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Mittwoch, 27. März 2013

Nochmal die Fassadenfarbe


Gestern habe ich noch drüber noch etwas theoretisch geschrieben und gefragt welche Farbe denn Sie für Ihre Fassade bevorzugen würden. Heute habe ich ein Beispiel für eine eher misslungene Fassadengestaltung gesehen und die möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.
Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, prinzipiell bin ich der Meinung, das es keine hässlichen Farben gibt, aber man muss natürlich den Kontext beachten in dem die Farbe auftritt. Hier handelt es sich um ein kleines Dorf in Oberbayern, ringsherum stehen kleine Bauernhäuser, alle eher weiß oder sehr hell getönt. Da passt der stark gesättigte Gelbton wie die Faust aufs Auge. Eine etwas dezentere Auswahl hätte der Fassade ohnehin gut getan. In diesem Fall also eher Murks.





Donnerstag, 7. Juni 2012

#3 Algenbewuchs auf Fassaden

Hat man es mit einem Algenbefall zu tun müssen die Flächen zunächst einmal desinfiziert werden. Dies geschieht mit einem ersten Arbeitsgang durch eine gründliche Reinigung der Fassade mit einem Hochdruckreiniger. Die Fassade sollte danach gründlich trocknen, ein bis zwei Tage sollte man mindestens warten. Tut man dies nicht verfehlt die nachfolgende Prozedur ihre Wirkung da immer noch Wasser in den kapillaren Öffnungen des Putzes steht.

Danach erfolgt die Desinfektion mit einem  sog. Algizid. Nach der vorgeschriebenen Einwirkdauer wird die Fassade mit einem Tiefgrund grundiert und kann anschließend mit der vorgesehenen Fassadenfarbe zweimalig beschichtet werden. Bitte verwenden Sie nur ein System eines Herstellers und mischen Sie nicht. Für die Dauerhaltbarkeit ist es dringend erforderlich sich an die Verarbeitungsempfehlungen der Hersteller zu halten. Verdünnen Sie Fassadenfarbe nie mehr als erlaubt. In der Regel wird der Schlussanstrich unverdünnt aufgetragen. Tun Sie sich den Gefallen und machen das auch so. Das richtige Vorgehen beeinflusst die Haltbarkeit des Anstriches wie kein anderer Faktor!

Im nächsten Artikel unterhalten wir uns über die richtigen Farbsysteme.

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Samstag, 2. Juni 2012

#2 Algenbewuchs auf Fassaden

Hier gibts die Übeltäter mal zu sehen. Die Gebäude stehen in exponierter Lage und werden ordentlich bewittert. Dachüberstände hat man nicht für notwendig gehalten, entsprächen aber auch nicht dem gängigen Baustil der Gegend. durch die Bewitterung (die Bilder zeigen die Nord- und Westseite) ist die Fassade dauernd durchfeuchtet.

Mit Algen befallene Fassaden


In der Nahaufnahme erkennt man ein paar, wenn auch erklärungsbedürftige, Details:

Die dunkleren Fahnen sind stärkerer bewuchs. an den Rändern der Ortgangziegel tropft immer wieder Wasser über die Putzoberfläche. Abeglagerte Blütenpollen und Staub werden so auf die Fassade aufgebracht. Die hellen Schattierungen resultieren aus einer höheren Schichtddicke des Ausgleichsanstriches. Vermutlich hat ein Maler zunächst in der oberen Gerüstlage gestrichen bzw. gerollt und stieg dann einen Etage im Gerüst hinunter. Da er seine Farbe gleichmäßig verteilen will rollt er auch wieder nach oben in die inzwischen leicht angetrocknete Farbe. Dadurch entstehen Überlappungen.

Zu sehen sind Algen in einer Nahaufnahme
Die Algen in einer Nahaufnahme
Jetzt fragen Sie natürlich mit Recht: Was kann man dagegen tun?

Die Antwort auf diese Frage demnächst hier im Blog.

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Donnerstag, 31. Mai 2012

Ich war dann mal weg

Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs. Vielleicht haben Sie in den vergangenen Monaten in diesem Blog mitgelesen. Dann haben Sie sicher festgestellt das auf dieser Seite schon länger nichts mehr veröffentlicht wurde. Das soll sich aber ändern. Nach einem arbeitsreichen Frühjahr in dem ich unter Anderem mehrere Sportveranstaltungen organisiert habe (und immer noch am organisieren bin), finde ich jetzt wieder die Zeit mich um diesen Blog zu kümmern. Ich werde also in nächster Zeit meine Beiträge wieder posten und Sie weiterhin mit Informationen versorgen.


Bleiben Sie neugierig.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Dicke Luft vs. richtig lüften

Bei meinem ersten Artikel habe ich angekündigt, etwas zum Thema Lüften zu schreiben. Ich werde es allerdings "Dicke Luft" nennen.
Wenn ich mich an meine Lehrzeit zurück erinnere (1997-2000), war das Thema "Schimmelpilze in Gebäuden" ein unerfreuliches Nebenprodukt der aufkommenden Wärmedämmeuphorie.
Doch dann gab es die ersten Veröffentlichungen in Fachzeitschriften, Tagespresse und im Fernsehen. Es wurde und wird immer noch heiß diskutiert. Wobei heute weniger über die Ursache, als über die Vermeidung von Schimmelpilzbefall diskutiert wird. Die Nachfrage oder das Interesse am gesunden Wohnen ist immens gestiegen. Erstaunlich ist es nicht, dass das Interesse an diesem Thema so groß ist; verbringen wir doch die meiste Zeit in Innenräumen- und die meiste Zeit davon zu Hause.
Ein altbekanntes und heftigst diskutiertes Thema ist der Schimmelpilzbefall, zu dem wir später kommen.
Gesundes Wohnen steht für mich in enger Verbindung mit den Begriffen "Behaglichkeit und Wohlbefinden". Sie werden nicht nur durch die jeweilige Einrichtung, sondern durch das Raumklima beeinflusst. Lufttemperatur, Temperatur von Strahlungsflächen (z.B. kalte Wände und warme Kachelöfen), Luftfeuchtigkeit und Luftgeschwindigkeit sind ebenfalls wichtige Faktoren.
Wie Sie schon merken, möchte ich über nutzungsbedingte Ursachen schreiben, damit Sie in Zukunft weiterhin Schimmelpilzbrutstätten vermeiden.
Für ein behagliches Wohnklima ist das Wichtigste zu Lüften und zu Heizen. Die Vorteile liegen dabei glasklar auf der Hand: Hohe Luftqualität (saubere Luft), Vermeidung von Schimmelpilzbefall, gesundes Wohnklima und natürlich sparen von Heizkosten. Hierzu möchte ich einen Auszug aus dem Artikel "Gesundes Wohnen- durch richtiges Lüften und Heizen" der DENA nennen: Schimmelpilzbefall ist ein ernst zu nehmendes Problem. Die Hauptursache ist eine zu hohe Feuchte. Als Nahrung reicht eine Papiertapete oder der Staub auf der Wand. Schimmelpilz sieht nicht nur unappetitlich aus und riecht muffig. Er kann das Bauwerk schädigen und sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Eine hohe Feuchte verbessert zudem die Lebensbedingungen von Milben, die z.B. in Polstermöbeln oder Matratzen vorkommen. Für Allergiker sind auch diese "Hausstaubmilben" gefährlich.
Schimmelpilze benötigen verschiedene Untergrund- und Umgebungsbedingungen. Diese sind Temperatur, Feuchte, ph-Wert und Nährstoffe.
Schimmelpilze können sich bei Temperaturen von 0° bis 50°C vermehren. Optimal sind Temperaturen von 20° bis 35°C. Wobei Schimmelpilzsporen bei Minusgraden oder Temperaturen über 50°C nicht absterben, sie verfallen nur in eine sogenannte "Todesstarre". Sind wieder begünstigte Temperaturen vorhanden, geht der Wachstum weiter.
Schimmelpilzsporen brauchen auch eine relative Luftfeuchte von 70% und mehr. Es ist aber auch zu erwähnen, dass es auch "Trockenschimmelsporen" gibt und diese nur eine Luftfeuchte von 60% benötigen. Desweiteren können sich Schimmelpilze bei einem ph-Wert von 1 bis 11 verbreiten. Also auf fast allen Untergründen. Als Nährstoff  bieten sich organische Kohlenstoffverbindungen an, diese werden von den Sporen zersetzt. Dies ist auch ein wichtiger Vorgang im Kohlenstoffkreislauf unserer Natur.
Kommen wir wieder zurück zum Thema "Lüften". Die Möglichkeit, durch Lüftung Feuchtigkeit aus dem Raum zu entfernen, beruht darauf, dass Luft abhängig von Temperatur unterschiedliche Mengen Wasserdampf aufnehmen kann, d.h. je kälter die Luft ist, desto mehr Wasser kann sie beim Erwärmen aufnehmen. Daher kann im Winter durch Lüften mit kalter Außenluft mehr und schneller Feuchtigkeit aus einem Raum entfernt werden als im Sommer. Es ergeben sich im Winter Luftwechselraten von ca. 5-8 Minuten und im Sommer von ca. 20 Minuten und mehr. Bei kalter Außenluft kann im Innenraum- selbst bei Regenwetter- durch Lüftung eine Austrocknung erzielt werden. Eine Querstromlüftung (mehrere gegenüberliegende Fenster ganz geöffnet) bietet dabei den schnellsten und effektivsten Luftwechsel. Während Fenster bei Kippstellung höchstens 1/10 an Luftwechsel wie die Querstromlüftung erreicht.
Wenn ich nun auch noch vor dem Lüften die Heizkörper ausschalte, Türen zu wenig beheizten Räumen schließe und die Innenräume ausreichend beheize, kann ich sogar meine Heizkosten damit senken. Wer vorhin aufgepasst hat weiß: "Frische, kalte Luft erwärmt sich schneller als verbrauchte Luft".
Zum Schluß möchte ich Ihnen noch allgemein empfohlene Temperaturen in Wohnräumen mit auf den Weg geben: Wohnzimmer 20°-23°C, Schlafzimmer 17°- 20°C, Küche 18°-20°C, Bad 20°-23°C, WC 16°-19°C und Flur 15°-18°C. Wobei ein Klima, das für alle Personen im Raum optimal ist, nicht gibt. da die persönliche Behaglichkeit unter anderem von Bekleidung, der körperlichen Verfassung und der individuellen Empfindlichkeit beeinflusst wird.

Ich könnte noch soviel mehr zu diesem Thema schreiben, ich habe das für mich notwendigste erwähnt und mit sei bitte verziehen, wenn ich einige Dinge nicht angesprochen habe, die Schimmelpilzwachstum begünstigen (z.B. bauliche Mängel).

Mit einem sauberen, luftigen Gruß
Albert Klein

Donnerstag, 24. November 2011

Ein Maler kommt selten alleine

Sie kennen das, ein Maler kommt selten alleine. Dagegen ist auch überhaupt nichts zu sagen so lange beide auch fleißig sind. Und ganz wie im richtigen Leben wird auch in Zukunft in diesem Blog ein von mir sehr geschätzter Kollege seine Beiträge posten. Das bedeutet für Sie liebe Leser noch mehr Informationen und vielseitigere Posts.

Außerdem habe ich mir vorgenommen, mehr Bilder zu posten. Gerade als Maler hat man ja jede Menge  zu zeigen. Natürlich hoffe ich weiterhin auf viele Kommentare von der anderen Seite des Blogs, also von Ihnen liebe Leser. Das Sie da draußen sind weiss ich, insgesamt wurde dieser Blog bisher über 6000 mal angeklickt. Die meisten Besucher hatte ich bisher im verganenen Monat mit insgesamt 887 Klicks.






Besucherdiagramm, bis Ende November werden wohl knapp 900 Besucher erreicht.

Mittwoch, 23. November 2011

Winterzeit - Renovierungszeit # 1

Langsam geht es auf Weihnachten zu und damit auch auf den lange ersehnten Urlaub. Die beste Ehefrau von allen (Danke, Ephraim Kishon R.I.P.) rennt derweil durch sämtliche Zimmer und ihr flackernder Blick verheisst nichts Gutes. Und tatsächlich, anstatt Weihnachtsgeschenke zu verstecken misst sie die Räume aus und präsentiert mir eine Liste mit den Worten: Was machen wir denn da überall hin?

Man muss das übersetzen: Wir heisst eigentlich "Du", gemeint ist also der beste ... , na lassen wir das, also ich. Auf der Liste stehen drei Räume: Das Bad der Tochter, das Zimmer der Tochter und das Arbeitszimmer meiner Frau. Der Urlaub ist also gelaufen.  Da ich ja Malermeister bin und darüber hinaus hauptberuflich auch noch bei einem großen Farbhersteller beschäftigt bin liegen bei uns immer wieder ein paar Musterkarten mit sogenannten Kreativmaterial herum. normalerweise versuche ich diese immer schnell zu verstecken, aber meine Frau hat dafür wohl einen besonderen Sensor und so wandern die Musterkarten auf unseren  Küchentisch wo sich mittlerweile der Familienrat, bestehend aus meiner Frau, meiner Tochter und mir, zusammengsetzt hat. Stimmberechtigt ist übrigens nur der weibliche Teil der Familie, alle Anderen sind ja nur ausführende Organe.

Im Zuge der Diskussion zwischen Mutter und Tochter werde ich genötigt, weitere Musterkarten, Farbtonkarten und Handmuster herbeizuschaffen. Zwischendurch darf ich die Räume fotografieren und in den Farbdesigner für eine spätere Visualisierung hochzuladen. Nach zwei Stunden schleiche ich mich erschöpft aus der Küche heraus und schreibe mit letzter Kraft diese Zeilen und Ihnen, werte Leserinnen und Leser dämmert mittlerweile worüber ich die nächsten Wochen zu schreiben habe.