Donnerstag, 7. Juni 2012

#3 Algenbewuchs auf Fassaden

Hat man es mit einem Algenbefall zu tun müssen die Flächen zunächst einmal desinfiziert werden. Dies geschieht mit einem ersten Arbeitsgang durch eine gründliche Reinigung der Fassade mit einem Hochdruckreiniger. Die Fassade sollte danach gründlich trocknen, ein bis zwei Tage sollte man mindestens warten. Tut man dies nicht verfehlt die nachfolgende Prozedur ihre Wirkung da immer noch Wasser in den kapillaren Öffnungen des Putzes steht.

Danach erfolgt die Desinfektion mit einem  sog. Algizid. Nach der vorgeschriebenen Einwirkdauer wird die Fassade mit einem Tiefgrund grundiert und kann anschließend mit der vorgesehenen Fassadenfarbe zweimalig beschichtet werden. Bitte verwenden Sie nur ein System eines Herstellers und mischen Sie nicht. Für die Dauerhaltbarkeit ist es dringend erforderlich sich an die Verarbeitungsempfehlungen der Hersteller zu halten. Verdünnen Sie Fassadenfarbe nie mehr als erlaubt. In der Regel wird der Schlussanstrich unverdünnt aufgetragen. Tun Sie sich den Gefallen und machen das auch so. Das richtige Vorgehen beeinflusst die Haltbarkeit des Anstriches wie kein anderer Faktor!

Im nächsten Artikel unterhalten wir uns über die richtigen Farbsysteme.

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Samstag, 2. Juni 2012

#2 Algenbewuchs auf Fassaden

Hier gibts die Übeltäter mal zu sehen. Die Gebäude stehen in exponierter Lage und werden ordentlich bewittert. Dachüberstände hat man nicht für notwendig gehalten, entsprächen aber auch nicht dem gängigen Baustil der Gegend. durch die Bewitterung (die Bilder zeigen die Nord- und Westseite) ist die Fassade dauernd durchfeuchtet.

Mit Algen befallene Fassaden


In der Nahaufnahme erkennt man ein paar, wenn auch erklärungsbedürftige, Details:

Die dunkleren Fahnen sind stärkerer bewuchs. an den Rändern der Ortgangziegel tropft immer wieder Wasser über die Putzoberfläche. Abeglagerte Blütenpollen und Staub werden so auf die Fassade aufgebracht. Die hellen Schattierungen resultieren aus einer höheren Schichtddicke des Ausgleichsanstriches. Vermutlich hat ein Maler zunächst in der oberen Gerüstlage gestrichen bzw. gerollt und stieg dann einen Etage im Gerüst hinunter. Da er seine Farbe gleichmäßig verteilen will rollt er auch wieder nach oben in die inzwischen leicht angetrocknete Farbe. Dadurch entstehen Überlappungen.

Zu sehen sind Algen in einer Nahaufnahme
Die Algen in einer Nahaufnahme
Jetzt fragen Sie natürlich mit Recht: Was kann man dagegen tun?

Die Antwort auf diese Frage demnächst hier im Blog.

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Freitag, 1. Juni 2012

#1 Gewährleistung bei Handwerksarbeiten?

Ab und zu werde ich gefragt wie das eigentlich mit Garantie, bzw. Gewährleistung bei Malerarbeiten aussieht. Tja sag ich dann immer, das ist ein schwieriges Thema mit dem sich eigentlich Juristen befassen müssen. aber ich lass mich dann doch immer wieder hinreißen etwas zu dem Thema zu sagen.

Grundsätzlich muss man zwischen einem Garantieversprechen und der Gewährleistungshaftung unterscheiden. Eine Garantie ist eine freiwillige Zusicherung für die Funktionsfähigkeit einer Sache über einen bestimmten Zeitraum. Wenn Sie also beispielsweise einen Fön kaufen und bekommen vom Hersteller zwei Jahre Garantie für die volle Funktion dann muss der Fön zwei Jahre lang funktionieren. Meistens wird die Garantie noch etwas eingeschränkt (Fön nicht in die volle Badewanne werfen) oder von bestimmten Dingen wie beispielsweise eine regelmäßige Wartung abhängig gemacht. Geht Ihr Fön während der Garantiezeit kaputt können Sie reklamieren. Dann hängt es oft von den Garantiebedingungen ab in welcher Form der Hersteller Ersatz leistet.

Etwas anderst ist der Fall bei der Gewährleistung geregelt. Die Gewährleistungshaftung ist gesetzlich geregelt und kann nicht ausgeschlossen werden (Ausnahme sind Geschäfte von Privat zu Privat). Also, jeder Kaufvertrag und jeder Werkvertrag schließt automatisch eine Gewährleistungsdauer von mindestens 2 Jahren ein. Dabei gilt in den ersten 6 Monaten nach dem Vertragsabschluß die sogenannte Beweislastumkehr.

Was das nun wieder bedeutet erfahren Sie in einem der nächsten Blogeinträge.

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Donnerstag, 31. Mai 2012

#1 Algenwachstum auf Fassaden

Ein leidiges Thema ist heutzutage der Algen- und Pilzbewuchs auf Fassaden. Oft schon nach wenigen Jahren bemerkt der Hausherr Flecken auf der Fassade. Vorzugsweise auf Nord- und Westseiten besiedeln Kleinstlebewesen die Putzoberfläche. Eigentlich ist das gut so. Der Bewuchs zeigt nämlich an, das die Natur intakt ist und der Bewuchsprozess nicht durch eine Luftverschmutzung gestört wird. In Mitteleuropa werden Sie nur wenige frei bewitterte Flächen finden die keinen Bewuchs aufzeigen. Mauern, Zäune, Dächer und Schilder, nichts wird verschont.

Algen sind eine der ältesten Pflanzen auf unserem Planeten und benötigen nur wenig zum Leben. Es reichen schon etwas Feuchtigkeit und ein paar Nährstoffe, dazu etwas Sonnenlicht, davon aber am Besten nicht zu viel. Besonders fies wird die ganze Geschichte wenn sich auch noch Pilze ansiedeln. Die bilden eine symbiotische Lebensgemeinschaft und umsorgen sich gegenseitig wie ein altes Ehepaar. Wobei der Pilz im Gegensatz zur Alge nicht nur an der Putzoberfläche verbleibt sondern auch in tiefere Putzschichten dringen kann.

Was man gegen den Algenbewuchs tun kann und wie man vorhandenen Bewuchs wieder los wird, das erfahren Sie demnächst in diesem Blog

Ich war dann mal weg

Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs. Vielleicht haben Sie in den vergangenen Monaten in diesem Blog mitgelesen. Dann haben Sie sicher festgestellt das auf dieser Seite schon länger nichts mehr veröffentlicht wurde. Das soll sich aber ändern. Nach einem arbeitsreichen Frühjahr in dem ich unter Anderem mehrere Sportveranstaltungen organisiert habe (und immer noch am organisieren bin), finde ich jetzt wieder die Zeit mich um diesen Blog zu kümmern. Ich werde also in nächster Zeit meine Beiträge wieder posten und Sie weiterhin mit Informationen versorgen.


Bleiben Sie neugierig.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Sind WDVS Hersteller Faschisten?

Sind WDVS Hersteller Faschisten? Sind Brillux, Caparol, Sto und Co. die Nachfolger der Naziunterstützer  und -Profiteure IG Farben? Das behauptet jedenfalls Konrad Fischer auf seiner Seite "Preservation, Conservation, Restoration and Maintenance of Old Buildings" bei Facebook. Dummheit oder mangelnde Geschichtskenntnis?

Wörtlich schreibt KF:
"Herzlichen Dank, lieber Herr Kollege! Ja, Ihr deftiger Kommentar trifft die im Artikel gebrandmarkte Unverschämtheit der Dämmstoffprofiteure sehr genau. Wirklich schrecklich, wie es den ökofaschistischen Nachfolgern der IG Farben, die einst in ihren Auschwitzer Chemiefabriken die Juden in Zwangsarbeit verheizten, heute gelingt, unsere ganze Bevölkerung hinter brandgefährlichem Sondermüll in Lebensgefahr zu versetzen. Mit Hilfe käuflicher Wissenschaft, zumindest mit "Kostenlos-Planung" korrumpierter Planung und schwarzgeldbekofferter Politik. Bullshit ist dafür eine noch fast zu vornehme Bezeichnung! Ihnen wünsche ich von ganzem Herzen ein friedvolles Weihnachtsfest und fette Geschenke!"

Vorausgegangen war mein Kommentar zu dem hinlänglich bekannten Spiegel Online Artikel zum Thema "WDVS als Brandbeschleuniger" nämlich: 
"Selten so einen Bullshit gelesen. Mehr Infos auf http://fassadendoc.blogspot.com/"
Dann legt der angebliche WDVS Sachverständige richtig los und bezeichnet WDVS Hersteller als Ökofaschisten

Ich habe darauf zwei weitere Kommentare geschrieben. Den ersten als direkte Erwiderung zu dem obigen Kommentar seinerseits, den Zweiten nach längerem nachdenken. 


Hier meine erste Antwort:


Ich hoffe ich darf sie bei Gelegenheit mal zitieren. Für die Weihnachtswünsche bedanke ich mich herzlich. "Fette" Geschenke wird es in meiner Familie nicht geben weil wir die zunehmende Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes ablehnen. Auch Ihnen wünsche ich ein gesegnetes Fest. Aber Sie tun mir eine Gefallen, wenn Sie mich in Zukunft nicht mehr als Kollege titulieren, das wäre mir nämlich wirklich peinlich.

Wie sie merken, da war ich noch ziemlich sprachlos gegenüber den Formulierungen die alle WDVS Hersteller in die rechte Ecke rücken. Nachdem ich aber etwas nachdenken konnte wollte ich die Sache aber nicht so einfach auf sich beruhen lassen und schrieb nochmal was dazu:

Die zweite Antwort:


 Ich noch mal. Ich hatte jetzt Gelegenheit, über Ihren Beitrag noch mal etwas nachzudenken. Ihre Wortwahl, die mir vorher schon ins Auge sprang empört mich doch sehr. Deswegen möchte ich mich in dieser Sache nochmal äußern. Mit ihren Formulierungen stellen Sie meinen Arbeitgeber und damit mich, der ich meine Firma repräsentiere, in eine Reihe mit Mussolini und seinen Faschisten oder Adolf Hitler und seine Nazischergen. Ich halte das für eine bodenlose Frechheit und im mildesten Fall für eine gedankenlose Verniedlichung von Staatsterroristen auf deren Konto Millionen von Toten gehen. Wahrscheinlich halten Sie es in der Folge nicht für notwendig, sich bei mir zu entschuldigen, geschenkt. Aber bevor Sie das nächste mal auf einer öffentlichen Seite das Ansehen dieser Opfer des Rechtsterrors mit Füßen treten halten Sie lieber mal die Luft an und zählen bis zehn. Vielleicht hilft es Ihnen, Diskussionen über das für und wieder der Wärmedämmung mit der notwendigen Sachlichkeit zu führen. Sachliche Diskussionen auch gerne auf http://fassadendoc.blogspot.com/


Zum jetzigen Standpunkt steht eine Rückantwort aus und ich bin gespannt ob überhaupt noch etwas kommt.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Dicke Luft vs. richtig lüften

Bei meinem ersten Artikel habe ich angekündigt, etwas zum Thema Lüften zu schreiben. Ich werde es allerdings "Dicke Luft" nennen.
Wenn ich mich an meine Lehrzeit zurück erinnere (1997-2000), war das Thema "Schimmelpilze in Gebäuden" ein unerfreuliches Nebenprodukt der aufkommenden Wärmedämmeuphorie.
Doch dann gab es die ersten Veröffentlichungen in Fachzeitschriften, Tagespresse und im Fernsehen. Es wurde und wird immer noch heiß diskutiert. Wobei heute weniger über die Ursache, als über die Vermeidung von Schimmelpilzbefall diskutiert wird. Die Nachfrage oder das Interesse am gesunden Wohnen ist immens gestiegen. Erstaunlich ist es nicht, dass das Interesse an diesem Thema so groß ist; verbringen wir doch die meiste Zeit in Innenräumen- und die meiste Zeit davon zu Hause.
Ein altbekanntes und heftigst diskutiertes Thema ist der Schimmelpilzbefall, zu dem wir später kommen.
Gesundes Wohnen steht für mich in enger Verbindung mit den Begriffen "Behaglichkeit und Wohlbefinden". Sie werden nicht nur durch die jeweilige Einrichtung, sondern durch das Raumklima beeinflusst. Lufttemperatur, Temperatur von Strahlungsflächen (z.B. kalte Wände und warme Kachelöfen), Luftfeuchtigkeit und Luftgeschwindigkeit sind ebenfalls wichtige Faktoren.
Wie Sie schon merken, möchte ich über nutzungsbedingte Ursachen schreiben, damit Sie in Zukunft weiterhin Schimmelpilzbrutstätten vermeiden.
Für ein behagliches Wohnklima ist das Wichtigste zu Lüften und zu Heizen. Die Vorteile liegen dabei glasklar auf der Hand: Hohe Luftqualität (saubere Luft), Vermeidung von Schimmelpilzbefall, gesundes Wohnklima und natürlich sparen von Heizkosten. Hierzu möchte ich einen Auszug aus dem Artikel "Gesundes Wohnen- durch richtiges Lüften und Heizen" der DENA nennen: Schimmelpilzbefall ist ein ernst zu nehmendes Problem. Die Hauptursache ist eine zu hohe Feuchte. Als Nahrung reicht eine Papiertapete oder der Staub auf der Wand. Schimmelpilz sieht nicht nur unappetitlich aus und riecht muffig. Er kann das Bauwerk schädigen und sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Eine hohe Feuchte verbessert zudem die Lebensbedingungen von Milben, die z.B. in Polstermöbeln oder Matratzen vorkommen. Für Allergiker sind auch diese "Hausstaubmilben" gefährlich.
Schimmelpilze benötigen verschiedene Untergrund- und Umgebungsbedingungen. Diese sind Temperatur, Feuchte, ph-Wert und Nährstoffe.
Schimmelpilze können sich bei Temperaturen von 0° bis 50°C vermehren. Optimal sind Temperaturen von 20° bis 35°C. Wobei Schimmelpilzsporen bei Minusgraden oder Temperaturen über 50°C nicht absterben, sie verfallen nur in eine sogenannte "Todesstarre". Sind wieder begünstigte Temperaturen vorhanden, geht der Wachstum weiter.
Schimmelpilzsporen brauchen auch eine relative Luftfeuchte von 70% und mehr. Es ist aber auch zu erwähnen, dass es auch "Trockenschimmelsporen" gibt und diese nur eine Luftfeuchte von 60% benötigen. Desweiteren können sich Schimmelpilze bei einem ph-Wert von 1 bis 11 verbreiten. Also auf fast allen Untergründen. Als Nährstoff  bieten sich organische Kohlenstoffverbindungen an, diese werden von den Sporen zersetzt. Dies ist auch ein wichtiger Vorgang im Kohlenstoffkreislauf unserer Natur.
Kommen wir wieder zurück zum Thema "Lüften". Die Möglichkeit, durch Lüftung Feuchtigkeit aus dem Raum zu entfernen, beruht darauf, dass Luft abhängig von Temperatur unterschiedliche Mengen Wasserdampf aufnehmen kann, d.h. je kälter die Luft ist, desto mehr Wasser kann sie beim Erwärmen aufnehmen. Daher kann im Winter durch Lüften mit kalter Außenluft mehr und schneller Feuchtigkeit aus einem Raum entfernt werden als im Sommer. Es ergeben sich im Winter Luftwechselraten von ca. 5-8 Minuten und im Sommer von ca. 20 Minuten und mehr. Bei kalter Außenluft kann im Innenraum- selbst bei Regenwetter- durch Lüftung eine Austrocknung erzielt werden. Eine Querstromlüftung (mehrere gegenüberliegende Fenster ganz geöffnet) bietet dabei den schnellsten und effektivsten Luftwechsel. Während Fenster bei Kippstellung höchstens 1/10 an Luftwechsel wie die Querstromlüftung erreicht.
Wenn ich nun auch noch vor dem Lüften die Heizkörper ausschalte, Türen zu wenig beheizten Räumen schließe und die Innenräume ausreichend beheize, kann ich sogar meine Heizkosten damit senken. Wer vorhin aufgepasst hat weiß: "Frische, kalte Luft erwärmt sich schneller als verbrauchte Luft".
Zum Schluß möchte ich Ihnen noch allgemein empfohlene Temperaturen in Wohnräumen mit auf den Weg geben: Wohnzimmer 20°-23°C, Schlafzimmer 17°- 20°C, Küche 18°-20°C, Bad 20°-23°C, WC 16°-19°C und Flur 15°-18°C. Wobei ein Klima, das für alle Personen im Raum optimal ist, nicht gibt. da die persönliche Behaglichkeit unter anderem von Bekleidung, der körperlichen Verfassung und der individuellen Empfindlichkeit beeinflusst wird.

Ich könnte noch soviel mehr zu diesem Thema schreiben, ich habe das für mich notwendigste erwähnt und mit sei bitte verziehen, wenn ich einige Dinge nicht angesprochen habe, die Schimmelpilzwachstum begünstigen (z.B. bauliche Mängel).

Mit einem sauberen, luftigen Gruß
Albert Klein

Dienstag, 29. November 2011

Gedanken zur Wohnungslüftung- Mieter oder Vermietersache?

Nachdem mich "der Koeschterle" freundlicherweise einen "netten, von mir geschätzten Kollegen" in seinem Blog und auf Facebook bezeichnet hatte, habe ich mich breitschlagen lassen, meinen allseits beliebten Senf zu verschiedenen Themen niederzuschreiben. Bin selbst gespannt was dabei herauskommt. Legen wir mal los.

Es wird seit geraumer Zeit unter Fachleuten und Rechtsanwälten das Thema "Ist das Lüften Mieter oder Vermietersache" heftigst diskutiert.
Es gibt mittlerweile verschiedene Regelwerke, die dieses Thema ganz oder teilweise erwähnen.
Da gibt es zum einen die DIN 1946-6 mit Stand vom Mai 2009. Die DIN 1946-6 greift zwar einerseits die grundsätzlichen Erfordernisse der heutigen Zeit und Baukultur auf, allerdings verschiebt sie auch die Randbedingungen meines Erachtens.
In zahlreichen Veröffentlichungen- auch Tagespresse-wird groß verkündet, dass sie nun den Stand der Technik (was meiner Meinung nach nicht stimmt) bedeutet und dass ab sofort für den Neubau und bei Modernisierungen von Wohngebäuden Fensterlüftung alleine nicht mehr zulässig ist, sondern nutzerunabhängige Lüftungssysteme.
Folgerichtig könnte man sagen, dass im "hermetisch luftdichten Wohnungsbau" hygienische Wohnverhältnisse möglich werden, ohne auch nur einmal das Fenster zu öffnen.
Damit könnte man schlussendlich meinen, dass Lüften einer Wohnung mietrechtlich zur Vermietersache wird. Aber das Geschriebene der letzten zwei Sätze kann ich mir nur schwer vorstellen.
Wichtig ist auch zu erwähnen, dass in Neubauten und sanierten Bestandsgebäuden ein ausreichender Luftwechsel zu planen und nachzuweisen ist.
Dann kommt nun auch noch die DIN 4108 hinzu, die bereits vor der Änderung der DIN 1946-6 die Gewährleistung von 12 Luftwechselraten am Tag fordert.
Allerdings erläutert sie nicht, wie und wer für den Luftwechsel verantwortlich ist. Wenn man sich verschiedene Rechtssprechungen dazu anschaut, erkennt man, dass sie für den Nutzer 2-3 manuelle Lüftungsvorgänge für zumutbar erachtet. Verbleiben also 9-10 Luftwechsel, die vom Gebäude nutzerunabhängige erbracht werden müssen.
Es zeigt sich also, dass das nutzerabhängige Lüften unabdingbar bleibt und an der nutzerunabhängige Lüftung von Neubauten und Modernisierungen kein Weg vorbei führt.
Zum Abschluss möchte ich erwähnen, dass ich die Lüftungsnorm DIN 1946-6 für einen wichtigen ersten Schritt zu einer längst überfälligen Anpassung an die in den letzten Jahren energetisch veränderten Baukultur und vor allen Dingen deren nicht veränderten Nutzung halte.

Puh, ich habs geschafft. Hat aber auch Spaß gemacht. Ich denke, dass ich beim Nächsten Mal erläutere, wie Lüften richtig funktioniert und für was das alles gut ist.
Mit einem Frischluft- Gruß
Albert Klein

Man möchte sich an den Hintern fassen ...

... weil einem der Kopf zu schade ist

Gestern auf Spiegel Online gelesen:

Millionen Häusern und ihren Bewohnern droht bei Feuer offenbar ein Desaster: Styropor-Platten zur Wärmedämmung sind nach Recherchen des NDR extrem leicht entflammbar. Selbst die meisten Bauherren ahnen nichts von der tödlichen Gefahr.

Danach folgt eine Bilderserie und ein äußerst reißerisch geschriebener Artikel in BILDzeitungsmanier, Augstein rotiert derweil in seiner Grabkammer. Die Bilderserie ist von einem Häuserbrand im Juni 2011, als vor ca. 5 Monaten.  Es gab also keinen aktuellen Anlass für den SPON, die Geschichte aufzugreifen. Also vielleicht eine kleine Werbehilfe für den NDR? Ich weiss es nicht. Aber immerhin hat der Beitrag mich animiert, die Sendung des NDR (Sendung Wahnsinn Wärmedämmung).

Schon toll, was die beiden Redakteure (von Beruf unter anderem Tierarzt und Reiseleiter) da so zusammen gestellt haben. Los geht das WDVS-Bashing mit Spechtschäden und anderen Grausamkeiten um sich langsam zum Höhepunkt zu steigern: Dem Brandverhalten. Gipfel der Berichterstattung ist die Nachstellung einer Brandprüfung wie sie für alle WDVS auf dem Markt vorgeschrieben ist. Dabei werden dann gravierende Fehler gemacht. So wird beispielsweise ein an realen Bauten vorgeschriebener Brandriegel nicht eingebaut. Durch die bauliche Anordnung wird ein regelrechter Kamineffekt konstruiert. Dann zündet  man einen Ofen darunter an und, sie ahnen es bereits, die Versuchsanordnung brennt wunschgemäß unter der Entwicklung dicker schwarzer Rauchschwaden ab.

 Ich habs an anderer Stelle schon mal geschrieben. Der Brandriegel soll eine schnellere Ausbreitung eines Feuers über die Außenseite gegenüber dem Gebäudeinneren verhindern. Wenn Feuer aus einem Fenster schlägt dann herrschen im Innenraum schon Gastemperaturen von ca. 1200° C. Ich möchte ja nichts schön reden, aber schauen Sie sich den Fernsehbeitrag mal an und dann können wir weiter reden. WDVS werden hier in reißerischer Art und Weise nieder gemacht, von Objektivität keine Spur.


Natürlich könnte man einwenden das reale Brandgeschehen würde sich nicht unbedingt an die geltenden  DIN Normen halten. Allerdings geht es bei den Brandprüfungen um die Vergleichbarkeit aller auf dem Markt befindlicher Systeme. Und alle möglichen Situationen können auch nicht nachgebildet werden. In Delmenhorst wurde der Brand beispielsweise mutwillig in zwei Containerstationen ausgelöst. Wenn man Vergleiche mit anderen standardisierten Vergleichstests anstellt wird es vielleicht deutlicher was ich meine. Nehmen wir mal den Autoverkehr in Deutschland. Es ist unbestritten das durch den Autoverkehr in Deutschland Menschen sterben (wahrscheinlich mehr als durch Hausbrände). Es werden sich nur wenige Menschen finden die behaupten, deswegen müsste der Verkehr abgeschafft werden. Aber es gibt eben standardisierte Crashtests die sich mit dem Unfallrisiko im jeweiligen getesteten Auto beschäftigen. Wenn man jetzt die Testparameter beliebig ändert sind die Ergebnisse nicht mehr miteinander vergleichbar, deswegen benötigt man Standards. Und genau darum werden auch WDVS in ihrem Brandverhalten standardisiert getestet. Ein positives Ergebnis führt zur Zulassung des Systems in Deutschland. Genauso wie Autos nach einer Prüfung zugelassen werden - trotzdem werden in diesen Autos Menschen ums Leben kommen. Vor Missbrauch ist eben kein Kraut gewachsen.



Bleibt noch die Frage nach den Alternativen oder was überhaupt getan werden kann um Energie zu sparen. Muss überhaupt etwas getan werden? Ich denke ja, denn:

Erdöl wird weniger und es ist definitiv zu kurz gesprungen wenn man sagt, dann heizen wir halt mit etwas anderem. Unsere Wirtschaft und Kultur gründet auf Erdöl. Ohne Erdöl keine Kleidung, keine Computer. Es ist eben nicht damit getan ein paar Elektroautos in den Innenstädten herumfahren zu lassen. Mit Dämmstoffen kann aber der Verbrauch an Erdöl zurück gefahren werden weil es nicht mehr zum Kamin hinaus geheizt wird sondern da eingesetzt wird wo es unverzichtbar ist. Es ist hoffentlich allen bewusst, das mittlerweile schon Kriege ums Öl geführt werden weil sich die führende Nation der Erde, "gods own country", nicht aus der Abhängigkeit des Erdöls befreien kann und will. Und erzählen Sie mir jetzt nix von Mineralfasern und nachwachsenden Dämmstoffen. Die einen benötigen einen hohen Energieaufwand bei der Produktion und die anderen sind in großem Maßstab nicht verfügbar oder brauchen auch den Erdöleinsatz um zum Verbraucher zu kommen. Von anderen Problemen ganz abgesehen.

Donnerstag, 24. November 2011

Ein Maler kommt selten alleine

Sie kennen das, ein Maler kommt selten alleine. Dagegen ist auch überhaupt nichts zu sagen so lange beide auch fleißig sind. Und ganz wie im richtigen Leben wird auch in Zukunft in diesem Blog ein von mir sehr geschätzter Kollege seine Beiträge posten. Das bedeutet für Sie liebe Leser noch mehr Informationen und vielseitigere Posts.

Außerdem habe ich mir vorgenommen, mehr Bilder zu posten. Gerade als Maler hat man ja jede Menge  zu zeigen. Natürlich hoffe ich weiterhin auf viele Kommentare von der anderen Seite des Blogs, also von Ihnen liebe Leser. Das Sie da draußen sind weiss ich, insgesamt wurde dieser Blog bisher über 6000 mal angeklickt. Die meisten Besucher hatte ich bisher im verganenen Monat mit insgesamt 887 Klicks.






Besucherdiagramm, bis Ende November werden wohl knapp 900 Besucher erreicht.