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Samstag, 16. März 2013

Konrad Fischer in der rechtsradikalen Nationalzeitung

Hier mal der Link zu der Presseerklärung des Industrieverband Hartschaum e.V. Komisch das ausgerechnet diesem Herrn immer wieder eine öffentliche Plattform gegeben wird. Zuletzt ja auch im Bayerischen Fernsehen (BR). Ich habe mich darauf hin an den Bayerischen Rundfunk gewandt um eine Stellungnahme zu erhalten.

Hier meine Mail an den BR:

Sehr geehrte Damen und Herren,
schon aus fachlicher Sicht ist der von Ihnen gesendete Beitrag äußerst ungenau und wird dem Ernst des Thema nicht gerecht. Hier wurde ein bekannter WDVS-Hasser befragt und die entsprechenden Antworten ließen natürlich nicht auf sich warten. Mit etwas gewissenhafter Recherche hätten Sie überdies festgestellt das der von Ihnen angesprochene "Fachmann" zudem im rechtsradikalen Milieu verankert ist und außerdem nicht davor zurück schreckt, unangenehme Erwiederungen auf seine fachlichen Ergüsse mit üblen Beschuldigungen zu erwiedern. So wurden schon die Dämmstoffhersteller als Nachfolger der IG Farben bezeichnet, ich persönlich wurde dabei auch beleidigt.

Ich fordere Sie auf, diesem Herrn keine Plattform mehr zu geben und stattdessen zu einer neutralen Berichterstattung zurück zu kehren. Die Äußerungen des Konrad Fischer sind fachlich falsch und stellen ein erfolgreiches System der Energieeinsparung in ein schlechtes Licht. Einem verantwortungsvollen Journalismus hätte es sicher gut zu Gesicht gestanden auch eine zweite Meinung einzuholen.

Wolfgang Köster


Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Hier die Stellungnahme des Bayerischen Rundfunk:

Sehr geehrter Herr Köster,
vielen Dank für Ihre Reaktion auf unsere Sendung. Das Format unserer Sendung ist unterhaltend ausgelegt, kann Themen nur "anreißen", den Zuschauern eine Basisinformation geben und insofern nicht wissenschaftlich detailliert wie in einer Wissenschaftssendung ein Thema aufarbeiten. Gleichwohl sind uns diese inhaltlichen Details aber bekannt. Was Herrn Fischer angeht, ist uns seine kritische Haltung ebenfalls bekannt. Wir haben ihn deshalb auch bewusst als jemanden vorgestellt, der "gar nichts von Dämmung hält" um seine Aussagen den Aussagen der Politiker gegenüber zu stellen und haben dann die Frage gestellt, wer hat denn nun Recht? Wir haben also seine Aussagen bewusst als Kritikermeinung kenntlich gemacht und sogar teilweise in Frage gestellt.

Ihre Meinung, Herr Fischer sei dem rechtsradikalen Milieu zuzuordnen, sehe ich, wenn man Herrn Fischer persönlich kennt, für haltlos an. Bewusst haben wir auch nicht auf seine Internetseite verlinkt, die sehr satirisch gehalten ist und von manchen Lesern nicht verstanden, bzw falsch interpretiert werden kann und von der wahrscheinlich auch Ihre Einschätzung geprägt wurde. Falls Sie sich, wie in Ihrer Mail beschrieben, persönlich von Herrn Fischer beleidigt fühlen, bitte ich Sie dies mit ihm direkt zu klären und nicht über uns.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Weber

PS: ich empfehle Ihnen als Lektüre das aktuelle gerade erschienene Wirtschaftsblatt Capital, dass unter der Schlagzeile "Die Dämmfalle" Dämmen zum Titelthema gemacht hat.

Bilden Sie sich Ihre Meinung

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Gifte in Farben, Brandbeschleuniger an der Wand und Nazis in den Chefsesseln der Farbenhersteller

...so stellen sich einige Leute wohl das Geschäft der Farbenhersteller vor. In üblen Giftküchen panschen alte und junge Nazis (siehe auch meinen Blogbeitrag weiter unten) Brühen zusammen aus denen dann Farben hergestellt werden. Weil man damit die Geamtbevölkerung Deutschlands nicht umbringen kann werden auch noch Dämmplatten hergestellt die aus Wohnhäusern Feuerfallen machen und das alles nur um den Profit von Brillux, Sto und Co. zu maximieren. Das ist in etwa die Zusammenfassung der letzten Berichte in Online-Presse und Fernsehen. Welt Online, Spiegel Online aber auch die öffentlich rechtlichen Fernsehsender NDR und SWR berichten von abgefackelten Wärmedämmungen und beklagen Giftcocktails in Fassadenbeschichtungen. Unterstützt werden Sie dabei von mehr oder weniger zwielichten Gestalten wie beispiesweise dem fränkischen WDVS Kritiker und Verschwörungstheoretiker Konrad Fischer der sich in letzter Zeit vor allem damit hervor tut das er freudestrahlend die Hand des iranischen Diktators und Holocaustleugners Ahmadinedschad vor laufenden Kameras schüttelt.
Vor Ort wurde die Iran-Reise, an der Konrad Fischer teilgenommen hat, vom iranischen Kulturinstitut betreut. Eingeladen hatte der in Delmenhorst lebende Yavuv Özoguz, der als Vorsitzender der örtlichen schiitischen Gemeinde und des bundesweit tätigen Vereins "Islamischer Weg" auch bis vor vier Jahren im bundesdeutschen Verfassungsschutzbericht gestanden hat." Neue Presse Coburg , 19.05.2012)

Doch wie sieht es eigentlich in Wahrheit aus in der Welt der Farben und der Wärmedämmverbundsysteme? Was kommt in die Farbe und was nicht? Wie "brandgefährlich" sind WDVS wirklich? Wer profitiert von den Wärmedämmverbundsystemen und wer nicht?

Fragen über Fragen die ich in den nächsten Beiträgen beantworten möchte. Bleiben Sie dran, es lohnt sich.

Dienstag, 29. November 2011

Man möchte sich an den Hintern fassen ...

... weil einem der Kopf zu schade ist

Gestern auf Spiegel Online gelesen:

Millionen Häusern und ihren Bewohnern droht bei Feuer offenbar ein Desaster: Styropor-Platten zur Wärmedämmung sind nach Recherchen des NDR extrem leicht entflammbar. Selbst die meisten Bauherren ahnen nichts von der tödlichen Gefahr.

Danach folgt eine Bilderserie und ein äußerst reißerisch geschriebener Artikel in BILDzeitungsmanier, Augstein rotiert derweil in seiner Grabkammer. Die Bilderserie ist von einem Häuserbrand im Juni 2011, als vor ca. 5 Monaten.  Es gab also keinen aktuellen Anlass für den SPON, die Geschichte aufzugreifen. Also vielleicht eine kleine Werbehilfe für den NDR? Ich weiss es nicht. Aber immerhin hat der Beitrag mich animiert, die Sendung des NDR (Sendung Wahnsinn Wärmedämmung).

Schon toll, was die beiden Redakteure (von Beruf unter anderem Tierarzt und Reiseleiter) da so zusammen gestellt haben. Los geht das WDVS-Bashing mit Spechtschäden und anderen Grausamkeiten um sich langsam zum Höhepunkt zu steigern: Dem Brandverhalten. Gipfel der Berichterstattung ist die Nachstellung einer Brandprüfung wie sie für alle WDVS auf dem Markt vorgeschrieben ist. Dabei werden dann gravierende Fehler gemacht. So wird beispielsweise ein an realen Bauten vorgeschriebener Brandriegel nicht eingebaut. Durch die bauliche Anordnung wird ein regelrechter Kamineffekt konstruiert. Dann zündet  man einen Ofen darunter an und, sie ahnen es bereits, die Versuchsanordnung brennt wunschgemäß unter der Entwicklung dicker schwarzer Rauchschwaden ab.

 Ich habs an anderer Stelle schon mal geschrieben. Der Brandriegel soll eine schnellere Ausbreitung eines Feuers über die Außenseite gegenüber dem Gebäudeinneren verhindern. Wenn Feuer aus einem Fenster schlägt dann herrschen im Innenraum schon Gastemperaturen von ca. 1200° C. Ich möchte ja nichts schön reden, aber schauen Sie sich den Fernsehbeitrag mal an und dann können wir weiter reden. WDVS werden hier in reißerischer Art und Weise nieder gemacht, von Objektivität keine Spur.


Natürlich könnte man einwenden das reale Brandgeschehen würde sich nicht unbedingt an die geltenden  DIN Normen halten. Allerdings geht es bei den Brandprüfungen um die Vergleichbarkeit aller auf dem Markt befindlicher Systeme. Und alle möglichen Situationen können auch nicht nachgebildet werden. In Delmenhorst wurde der Brand beispielsweise mutwillig in zwei Containerstationen ausgelöst. Wenn man Vergleiche mit anderen standardisierten Vergleichstests anstellt wird es vielleicht deutlicher was ich meine. Nehmen wir mal den Autoverkehr in Deutschland. Es ist unbestritten das durch den Autoverkehr in Deutschland Menschen sterben (wahrscheinlich mehr als durch Hausbrände). Es werden sich nur wenige Menschen finden die behaupten, deswegen müsste der Verkehr abgeschafft werden. Aber es gibt eben standardisierte Crashtests die sich mit dem Unfallrisiko im jeweiligen getesteten Auto beschäftigen. Wenn man jetzt die Testparameter beliebig ändert sind die Ergebnisse nicht mehr miteinander vergleichbar, deswegen benötigt man Standards. Und genau darum werden auch WDVS in ihrem Brandverhalten standardisiert getestet. Ein positives Ergebnis führt zur Zulassung des Systems in Deutschland. Genauso wie Autos nach einer Prüfung zugelassen werden - trotzdem werden in diesen Autos Menschen ums Leben kommen. Vor Missbrauch ist eben kein Kraut gewachsen.



Bleibt noch die Frage nach den Alternativen oder was überhaupt getan werden kann um Energie zu sparen. Muss überhaupt etwas getan werden? Ich denke ja, denn:

Erdöl wird weniger und es ist definitiv zu kurz gesprungen wenn man sagt, dann heizen wir halt mit etwas anderem. Unsere Wirtschaft und Kultur gründet auf Erdöl. Ohne Erdöl keine Kleidung, keine Computer. Es ist eben nicht damit getan ein paar Elektroautos in den Innenstädten herumfahren zu lassen. Mit Dämmstoffen kann aber der Verbrauch an Erdöl zurück gefahren werden weil es nicht mehr zum Kamin hinaus geheizt wird sondern da eingesetzt wird wo es unverzichtbar ist. Es ist hoffentlich allen bewusst, das mittlerweile schon Kriege ums Öl geführt werden weil sich die führende Nation der Erde, "gods own country", nicht aus der Abhängigkeit des Erdöls befreien kann und will. Und erzählen Sie mir jetzt nix von Mineralfasern und nachwachsenden Dämmstoffen. Die einen benötigen einen hohen Energieaufwand bei der Produktion und die anderen sind in großem Maßstab nicht verfügbar oder brauchen auch den Erdöleinsatz um zum Verbraucher zu kommen. Von anderen Problemen ganz abgesehen.