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Dienstag, 21. Oktober 2014

WDVS brandgefährlich? Fakten zur Sendung Panorama des ARD


Immer wieder wird von der "Brandgefährlichkeit" der WDVS Fassaden geschwurbelt. Dabei werden seit fast 3 Jahren immer wieder die gleichen 4 Beispiele von Hausbränden gezeigt. Warum eigentlich?


In Bayern (ich habe keine bundesweite Statistik gefunden) gab es 2012 21.000 Brände. Dabei mussten 1377 Personen gerettet werden, für 61 kam jede Hilfe zu spät. Bundesweit müssten man die Zahlen hochrechnen, aber mit über 12 Millionen Einwohnern dürfte Bayern schon repräsentativ sein.

Ungefähr ein Viertel bis ein Drittel des Deutschen Gebäudebestandes sind mit einem WDVS gedämmt, davon wiederum ca. 80 % mit Polystyrol-Hartschaum, der Rest mit nicht brennbaren Dämmstoffen. Aber man muss auch wissen, das der typische Hausbrand in einer Wohnung beginnt und sich erst nach dem sog. Flashover, einem durchzünden brennbarer Gase die bei einem zuvor stattgefundenen Schwelbrand entstanden sind, innerhalb und außerhalb des Gebäudes fortpflanzt. Die meisten Bewohner dürften also bereits gestorben sein (nämlich meistens erstickt) bevor der Brand sich überhaupt auf die Fassade ausgewirkt hat.

Übrigens gab es in Bayern 2012 1529 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, kein Mensch kommt auf die Idee, das Autofahren zu verbieten.

Quelle für die Statistiken:
http://www.innenministerium.bayern.de/assets/stmi/sus/feuerwehr/id2_14_03_fw_statistik_2012_20130830.pdf

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Gifte in Farben, Brandbeschleuniger an der Wand und Nazis in den Chefsesseln der Farbenhersteller

...so stellen sich einige Leute wohl das Geschäft der Farbenhersteller vor. In üblen Giftküchen panschen alte und junge Nazis (siehe auch meinen Blogbeitrag weiter unten) Brühen zusammen aus denen dann Farben hergestellt werden. Weil man damit die Geamtbevölkerung Deutschlands nicht umbringen kann werden auch noch Dämmplatten hergestellt die aus Wohnhäusern Feuerfallen machen und das alles nur um den Profit von Brillux, Sto und Co. zu maximieren. Das ist in etwa die Zusammenfassung der letzten Berichte in Online-Presse und Fernsehen. Welt Online, Spiegel Online aber auch die öffentlich rechtlichen Fernsehsender NDR und SWR berichten von abgefackelten Wärmedämmungen und beklagen Giftcocktails in Fassadenbeschichtungen. Unterstützt werden Sie dabei von mehr oder weniger zwielichten Gestalten wie beispiesweise dem fränkischen WDVS Kritiker und Verschwörungstheoretiker Konrad Fischer der sich in letzter Zeit vor allem damit hervor tut das er freudestrahlend die Hand des iranischen Diktators und Holocaustleugners Ahmadinedschad vor laufenden Kameras schüttelt.
Vor Ort wurde die Iran-Reise, an der Konrad Fischer teilgenommen hat, vom iranischen Kulturinstitut betreut. Eingeladen hatte der in Delmenhorst lebende Yavuv Özoguz, der als Vorsitzender der örtlichen schiitischen Gemeinde und des bundesweit tätigen Vereins "Islamischer Weg" auch bis vor vier Jahren im bundesdeutschen Verfassungsschutzbericht gestanden hat." Neue Presse Coburg , 19.05.2012)

Doch wie sieht es eigentlich in Wahrheit aus in der Welt der Farben und der Wärmedämmverbundsysteme? Was kommt in die Farbe und was nicht? Wie "brandgefährlich" sind WDVS wirklich? Wer profitiert von den Wärmedämmverbundsystemen und wer nicht?

Fragen über Fragen die ich in den nächsten Beiträgen beantworten möchte. Bleiben Sie dran, es lohnt sich.

Dienstag, 29. November 2011

Man möchte sich an den Hintern fassen ...

... weil einem der Kopf zu schade ist

Gestern auf Spiegel Online gelesen:

Millionen Häusern und ihren Bewohnern droht bei Feuer offenbar ein Desaster: Styropor-Platten zur Wärmedämmung sind nach Recherchen des NDR extrem leicht entflammbar. Selbst die meisten Bauherren ahnen nichts von der tödlichen Gefahr.

Danach folgt eine Bilderserie und ein äußerst reißerisch geschriebener Artikel in BILDzeitungsmanier, Augstein rotiert derweil in seiner Grabkammer. Die Bilderserie ist von einem Häuserbrand im Juni 2011, als vor ca. 5 Monaten.  Es gab also keinen aktuellen Anlass für den SPON, die Geschichte aufzugreifen. Also vielleicht eine kleine Werbehilfe für den NDR? Ich weiss es nicht. Aber immerhin hat der Beitrag mich animiert, die Sendung des NDR (Sendung Wahnsinn Wärmedämmung).

Schon toll, was die beiden Redakteure (von Beruf unter anderem Tierarzt und Reiseleiter) da so zusammen gestellt haben. Los geht das WDVS-Bashing mit Spechtschäden und anderen Grausamkeiten um sich langsam zum Höhepunkt zu steigern: Dem Brandverhalten. Gipfel der Berichterstattung ist die Nachstellung einer Brandprüfung wie sie für alle WDVS auf dem Markt vorgeschrieben ist. Dabei werden dann gravierende Fehler gemacht. So wird beispielsweise ein an realen Bauten vorgeschriebener Brandriegel nicht eingebaut. Durch die bauliche Anordnung wird ein regelrechter Kamineffekt konstruiert. Dann zündet  man einen Ofen darunter an und, sie ahnen es bereits, die Versuchsanordnung brennt wunschgemäß unter der Entwicklung dicker schwarzer Rauchschwaden ab.

 Ich habs an anderer Stelle schon mal geschrieben. Der Brandriegel soll eine schnellere Ausbreitung eines Feuers über die Außenseite gegenüber dem Gebäudeinneren verhindern. Wenn Feuer aus einem Fenster schlägt dann herrschen im Innenraum schon Gastemperaturen von ca. 1200° C. Ich möchte ja nichts schön reden, aber schauen Sie sich den Fernsehbeitrag mal an und dann können wir weiter reden. WDVS werden hier in reißerischer Art und Weise nieder gemacht, von Objektivität keine Spur.


Natürlich könnte man einwenden das reale Brandgeschehen würde sich nicht unbedingt an die geltenden  DIN Normen halten. Allerdings geht es bei den Brandprüfungen um die Vergleichbarkeit aller auf dem Markt befindlicher Systeme. Und alle möglichen Situationen können auch nicht nachgebildet werden. In Delmenhorst wurde der Brand beispielsweise mutwillig in zwei Containerstationen ausgelöst. Wenn man Vergleiche mit anderen standardisierten Vergleichstests anstellt wird es vielleicht deutlicher was ich meine. Nehmen wir mal den Autoverkehr in Deutschland. Es ist unbestritten das durch den Autoverkehr in Deutschland Menschen sterben (wahrscheinlich mehr als durch Hausbrände). Es werden sich nur wenige Menschen finden die behaupten, deswegen müsste der Verkehr abgeschafft werden. Aber es gibt eben standardisierte Crashtests die sich mit dem Unfallrisiko im jeweiligen getesteten Auto beschäftigen. Wenn man jetzt die Testparameter beliebig ändert sind die Ergebnisse nicht mehr miteinander vergleichbar, deswegen benötigt man Standards. Und genau darum werden auch WDVS in ihrem Brandverhalten standardisiert getestet. Ein positives Ergebnis führt zur Zulassung des Systems in Deutschland. Genauso wie Autos nach einer Prüfung zugelassen werden - trotzdem werden in diesen Autos Menschen ums Leben kommen. Vor Missbrauch ist eben kein Kraut gewachsen.



Bleibt noch die Frage nach den Alternativen oder was überhaupt getan werden kann um Energie zu sparen. Muss überhaupt etwas getan werden? Ich denke ja, denn:

Erdöl wird weniger und es ist definitiv zu kurz gesprungen wenn man sagt, dann heizen wir halt mit etwas anderem. Unsere Wirtschaft und Kultur gründet auf Erdöl. Ohne Erdöl keine Kleidung, keine Computer. Es ist eben nicht damit getan ein paar Elektroautos in den Innenstädten herumfahren zu lassen. Mit Dämmstoffen kann aber der Verbrauch an Erdöl zurück gefahren werden weil es nicht mehr zum Kamin hinaus geheizt wird sondern da eingesetzt wird wo es unverzichtbar ist. Es ist hoffentlich allen bewusst, das mittlerweile schon Kriege ums Öl geführt werden weil sich die führende Nation der Erde, "gods own country", nicht aus der Abhängigkeit des Erdöls befreien kann und will. Und erzählen Sie mir jetzt nix von Mineralfasern und nachwachsenden Dämmstoffen. Die einen benötigen einen hohen Energieaufwand bei der Produktion und die anderen sind in großem Maßstab nicht verfügbar oder brauchen auch den Erdöleinsatz um zum Verbraucher zu kommen. Von anderen Problemen ganz abgesehen.

Donnerstag, 6. Januar 2011

BAU.DE > Bauforum (Baufragen und Bautips)

BAU.DE > Bauforum (Baufragen und Bautips):

Stellt sich die Frage, wann eine Fassade überhaupt "schwer entflammbar B1" ausgerüstet sein muss.

Geregelt ist dies in den jeweiligen Landesbauordnungen (LBO) der Bundesländer. Dort steht sinngemäß das je nach Gebäudekategorie verschiedene Anforderungen hinsichtlich des Brandschutzes gestellt werden. In Bayern fallen Häuser bis zu einer Gebäudehöhe von 7,00 Metern (gemessen von Geländeoberkante bis zur Oberkante fertiger Fußboden des obersten begehbaren oder ausbaubaren Geschoßes) in eine Kategorie nach der an die Fassade keine besonderen Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden, der Aufbau der Fassade muss also nur "normal entflammbar B2" nach DIN 4102 entsprechen. Dies erfüllen alle WDVS, auch mit Dämmstoff Polystyrol-Hartschaum (EPS). Hier finden Sie eine Einteilung der Brandschutzklassen.

Bei anderen Gebäudekategorien muss die Fassade unter Umständen aber "schwer entflammbar B1" ausgerüstet sein. "Automatisch" sind dies WDVS mit Dämmstoffen wie Mineralwolle oder Mineralschaum. EPS gilt als "schwer entflammbar B2" bei Dämmstoffstärken bis 10 cm, oder auch darüber wenn spezielle Maßnahmen wie beispielsweise ein umlaufender Brandgurt berücksichtigt werden. Wurde eine Fassade aus Brandschutzgründen als "schwer entflammbar B2" ausgeführt, darf dieser Status auch durch Nacharbeiten oder Ausbesserungen nicht aufgehoben werden. In diesem Fall würde also auch ein geprüfter Bauschaum der als "schwer entflammbar B2" deklariert wurde zur Anwendung kommen.

Natürlich gibt es auch noch Fassaden die "nicht brennbar A1 oder A2" ausgerüstet sein müssen, dies sind aber in der Regel Gebäude die die Hochhausgrenze überschreiten oder aufgrund anderer Merkmale so eingestuft wurden.