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Montag, 29. April 2013

Grundsätzlich .... Untergrund #2

In meiner kleinen Reihe über die Untergrundprüfung möchte ich heute über die einfachen Prüfinstrumente sprechen die jeder hat oder problemlos mitnehmen kann. Damit kann man schon eine Menge anfangen und die meisten Untergründe beurteilen.

Die einfachsten Prüfgeräte sind Hand und Auge. Mit der Hand kann man eine Wischprobe machen und feststellen ob der Untergrund kreidet. Man kann mit den Fingernägeln kratzen - springt Farbe ab liegt sicher kein tragfähiger Untergrund vor. Mit dem Auge kann die Rauhigkeit beurteilt werden, man kann Löcher erkennen, Risse und dergleichen mehr.

Ein weiteres, einfaches Prüfinstrument ist die Sprühflasche. Damit kann man den Untergrund einsprühen und schon viel über die Saugfähigkeit des Untergrundes erfahren. Saugt der Untergrund das aufgesprühte Wasser schnell weg? Perlt das Wasser ab? All dies sind wichtige Hinweise.

Zu guter letzt kann man mit einem Taschenmesser, dem Autoschlüssel oder auch einer Geldmünze feststellen ob eine bereits gestrichene Farbe Kunstharzanteile enthält. Wenn sich bei einer Kratzprobe mit diesen Instrumenten ein bleistiftartiger Strich abzeichnet dann sind Kunstharze, sprich Dispersionen im Spiel. Gut zu wissen wenn man beispielsweise bei Fassade oder auch einer Innenwand vor der Frage steht mit welchem Material überarbeitet werden soll.

Dienstag, 23. April 2013

Grundsätzlich .... Untergrund #1

Heute möchte ich wieder über die Untergrundprüfung schreiben und welche Prüfwerkzeuge wir benötigen. Das wären in erster Linie Auge, Hand und Hirn.

Diese Drei vernünftig eingesetzt ist schon die halbe Miete. Also, schauen Sie sich den Untergrund genau an, versuchen Sie den ihn mit der Hand zu "erfahren". Den Rest übernimmt dann der Kopf. Und wenn der sagt: "Ich brauch noch ein paar Infos! Dann setzen Sie Ihre "externen" Prüfinstrumente ein. Welche das sein können, diese Frage beantworte ich in meinen nächsten Blogeinträgen. Bleiben Sie dran.

Samstag, 20. April 2013

Grundsätzlich .... Untergrund

Heute mal etwas ganz Grundsätzliches in meinem Blog. Nachdem ich mich jetzt doch eine geraume Zeit lang mit diversen Leuten und Medien aufgehalten haben wieder mal ein fachlicher Beitrag.

Der Maler kennt eine Vielzahl von  Untergründen und muss diese sicher beurteilen bevor er ans Beschichten geht. Deswegen muss ein Untergrund immer einer Prüfung unterzogen werden. Auch ich werde immer wieder gefragt wie denn welcher Untergrund vorbereitet werden kann und ich antworte darauf fast immer: "kommt darauf an".

Nämlich auf das Prüfergebnis. Natürlich gibt es verschiedene Prüfmethoden um die Anstricheignung eines Untergrundes festzustellen. Vor allem geht es dabei immer um die Haftfähigkeit. Aber auch Ebenheit, Glätte, Härte usw. müssen meistens geprüft werden. Dabei helfen uns verschiedene Prüfmethoden und -Geräte. Was das im Einzelnen ist werde ich in den nächsten Blogbeiträgen behandeln.

Bleiben sie dran.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Typische Mängel an einem WDVS #4

Bisher habe ich ja immer über Mängel an der Oberfläche berichtet. Heute möchte ich mal etwas ganz grundsätzliches Ansprechen, im wahrsten Sinne des Wortes. Im Foto kann man ein WDVS betrachten das auf einer Betonfassade aufgeklebt wurde. Gedübelt wurde nicht, aber das wäre normalerweise auch nicht notwendig. Grundsätzlich werden WDVS nämlich nur verklebt und "können zusätzlich gedübelt" werden. So steht es in den bauaufsichtlichen Zulassungen.

Wann aber muss denn gedübelt werden und wann nicht, fragt sich der aufmerksame Leser. Die Antwort ist einfach. Eine zusätzliche Dübelung ist immer dann erforderlich, wenn ein Haftzugswert von 0,08 N/mm² unterschritten wird. Bei unverputztem und unbeschichtetem Beton oder Mauerwerk werden aber ausreichend große Haftzugswerte vorausgesetzt. Dabei muss aber beachtet werden, das diese Untergründe manchmal sehr stark saugend sind. Dann müssen diese mit einer geeigneten Grundierung des Systemherstellers grundiert werden.

Im vorliegenden Fall sollte ein Maler die Fassade eines Geschäftsgebäudes renovieren. Da ihm die ganze Sache "spanisch" vor kam wurde ich zur Beurteilung hin zu gebeten. Mit Erlaubnis des Hausherrn wurde die Fassade, die an der Oberfläche gerissen war und beim Abklopfen hohl klang, schließlich geöffnet. Das Ergebnis ist im Bild zu sehen. Offensichtlich war die Anhaftung des Klebers an der Fassade nur minimal. An der Plattenrückseite hielt der Kleber einwandfrei, die Betonoberfläche zeigte sich stark kreidend. Beim Benetzungstest stellte ich fest, das der Beton das aufgesprühte Wasser in "nullkommanix" von der Oberfläche weggesaugt hatte. Damit stand für mich fest, Ursache der Ablösung ist eine mangelhafte Verklebung verursacht durch einen stark saugenden und kreidenden Untergrund. Der Verarbeiter war offensichtlich seiner Prüfpflicht nicht  nachgekommen.

Dabei könnte es so einfach sein: Eine Wischprobe mit der Hand, und die Benetzungsprobe mittels Sprühflache wären alles gewesen was man benötigt um einen Totalabriss des WDVS zu verhindern.