Dienstag, 16. April 2013

IBA Hamburg mit Brillux besucht

Die IBA Hamburg ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Im Rahmen des Brillux Architekten Forum haben wir Hamburg besucht und es hat sich gelohnt. Waren schon die Hafenrundfahrt und das Abendessen absolut sehenswert hat der zweite Tag noch einmal alles getoppt. Erst Besuch des IBA Geländes in Hamburg Wilhelmsburg, danach Vorträge von absoluten Hochkarätern in der Branche. 

Darf man stolz auf seinen Arbeitgeber sein? Die Antwort ist ein klares "ja" wenn man bei Brillux arbeitet. Hier noch ein Foto vom Scandic Emporio, dem Veranstaltungsort.




Montag, 8. April 2013

Volkswirtschaftlich profitabel aber der Einzelne zahlt drauf?

Bei den Diskussionen über den Volkswirtschaftlichen Nutzen der Gebäudedämmung wurde immer wieder ins argumentiert, Wärmedämmung von Wohngebäuden würde sich für den einzelnen Bauherrn nicht rentieren. Aber auch das Gegenteil wurde gerne gepostet. Welche Meinung ist nun die richtige?
 
Ich denke, die Antwort ist nicht mit einem Satz zu erledigen, dazu ist das Thema Wohngebäude zu komplex. Wenn man aber eine tendentielle Aussage machen möchte dann könnte man sagen: je älter ein Gebäude desto schlechter der Wärmedämmstandard. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Im Umkehrschluß wird sich in einem älteren Gebäude eine Dämmaßnahme schneller amortisieren als in einem neueren. Dazu kommt, das viele alte Gebäude die heutigen Anforderungen an Komfort und Behaglichkeit nicht mehr erfüllen können. Abriss oder Umbau, das ist hier die Frage.
 
Aber wie soll diese Frage beantwortet werden? Was muss der Bauherr tun, um für sich diese Frage beantworten zu können? Bewahre ich den Ist-Zustand ist das Haus nach heutigen Maßstäben kaum bewohnbar, die Heizkosten liegen in einem unakzeptablen Bereich. Also doch energetische Sanierung? Und welche Möglichkeiten habe ich bei der energetischen Sanierung? Wo fange ich an, wo höre ich auf?
 
Mit der Beantwortung dieser Fragen nähern wir uns der individuellen Lösung des Problems und nur so kann es meines Erachtens funktionieren: Man erstellt einen individuellen Fragenkatalog zum jeweiligen Wohngebäude und arbeitet diese Fragen (und weitere Fragen die möglicherweise durch die daraus resultierenden Antworten entstehen) Schritt für Schritt ab und erstellt auf dieser Grundlage ein Sanierungskonzept. Sie kennen einen besseren Weg? Dann diskutieren Sie mit in diesem Blog, Sie sind herzlich eingeladen.

Sonntag, 7. April 2013

Der Yeti ist ein Baus(chw)achverständiger

Jeder weiss wer den Yeti im Himalaya entdeckt hat, genau Reinhold Messner, der umtriebige Südtiroler war's. Und er hat festgestellt das der Yeti eigentlich nur so eine Art Nasenbär ist der sich ab und zu über die Honigtöpfe im Bergland hermacht. Einen Yeti ganz anderer Art haben sich die Südtiroler jetzt eingefangen. Einer der nie da ist wenn man ihn sucht und der nur auftaucht wenn man nicht mit ihm rechnet: Konrad Fischer, Baus(chw)achverständiger aus Deutschland. Ein vergleich mit  KF und einem Nasenbär ziemt sich natürlich nicht, man täte dem Nasenbären keinen gefallen. Und doch ist auch Konrad Fischer unterwegs zu neuen Honigtöpfen.

Nachdem für Ihn in Deutschland kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist wandert der Bauyeti nach Südtirol um dort den Schwachsinn absaufender Dämmungen zu verzapfen. Gott sei Dank sind die Tiroler ein waches Völkchen und haben den Yeti auch gleich durchschaut. Besonders hervorzuheben sei an dieser Stelle Günther Nussbaum (Bauherrenhilfe Günter Nussbaum SV) der auch Obmann des Vorstandes des Vereins Bauherrenhilfe.org ist. 

Freitag, 5. April 2013

Die Welt und Capital können es nicht - TAZ rechnet richtig

Der Oskar geht nach Berlin, in die Rudi-Dutschke-Straße 23, an die Redaktion der TAZ nämlich. Während sich so renommierte Witschaftsblätter wie Capital oder Die Welt die Narrenkappe aufsetzten haben die Redakteure der TAZ wohl eher die Denkerkappe benützt. Deshalb bekommen die Mädels und Jungs dort meinen ganz persönlichen Oskar für verantwortungsvollen Journalismus überreicht, rein virtuell, versteht sich.

Doch der Reihe nach, was war passiert? Zunächst einmal hatte die KfW eine Studie in Auftrag gegeben um den volkswirtschaftlichen Effekt von enrgetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden zu untersuchen. Die Studie des Prognos Institutes enthielt dann soviel geballtes Wissen das in den Redaktionsstuben der deutschen Presse die Köpfe zu rauchen begannen. Darunter litt anscheinend der Überblick und die meisten Redaktionen schrieben erst das Falsche und dann auch noch voneinander ab. Absicht oder nicht, das Kind war im Brunnen, der allgemeine Tenor lautete: Wärmedämmung lohnt sich nicht.

Nur in einer kleinen unbeugsamen Redaktion wurde recherchiert und gerechnet. Und siehe da, während die anderen Blätter zum Teil mühselig zurückrudern mussten hatte die TAZ die Nase vorn und führt die selbsternannten Witschaftsexperten wie einen Tanzbären übers Parkett.

Bekommen die Leser der genannten Zeitschriften ihr Geld zurück wenn die so einen Schwachsinn verbreiten?

Donnerstag, 4. April 2013

"Die Welt" rudert zurück

Na Prima, hatte die Welt letzte Woche noch von der "großen Lüge Wärmedämmung" getitelt rudert die Zeitung jetzt doch deutlich zurück. Aber nicht so ganz, nur so weit das man nicht sein Gesicht verliert. Waren doch die Schlagzeilen der vergangenen Woche (und sogar gestern noch in der Passauer neuen Presse) ganz klar gegen Wärmedämmverbunsdsysteme positioniert, müssen Welt, Capital und Co mittlerweile erklären, das Sie die Prognos Studie wohl nicht so genau (wenn überhaupt) gelesen und auch nicht verstanden haben. Die Welt spricht nun davon, die KfW würde ihre Energieeffizienz-Studie umdeuten.

Die Wahrheit ist wohl eher, das hier alle Journalisten nur voneinander abgeschrieben haben, dafür gab es allerdings schon in der Schule eine glatte Sechs. Viel peinlicher gehts eigentlich nimmer. Der Schaden ist allerdings angerichtet und die Handwerker müssen landauf landab erklären das sie keine überteuerten Brandsätze an die Fassaden klatschen sondern einen sinnvollen Beitrag zur Energiewende leisten der obendrein noch einen satten Komfortgewinn für den Hausbesitzer verspricht. Aber vielleicht ist das zu unspektakulär.

Samstag, 30. März 2013

Auch "Die Welt" rechnet falsch

Nachdem jetzt wenigstens niemand mehr vom WDVS als Brandbeschleuniger spricht, was nachgewiesenermaßen eine falsche Behauptung war die vor allem von der Ziegelindustrie gestreut wurde bricht nun der nächste Shitstorm über die Wämedämmung herein. Jetzt sind es die hohen Amortisationszeiträume und überhaupt, Dämmung rechnet sich nie.

Aber wieder wird falsch gerechnet. Capital hat es nicht geschafft und Die Welt hat es auch nicht drauf. Immer wieder die gleichen Fehler. Das WDVS wird ja nicht nach der Amortisationsdauer abgerissen und muss dann erneuert werden. Eine fällige Renovierung besteht in 15 oder auch 25 Jahren doch nur aus einem Anstrich. Ganz abgesehen davon müssen die Sowiesokosten bei der Berechnung der Kosten berücksichtigt werden.

Ungefähr ein Drittel der Kosten für ein WDVS müsste ein Haubesitzer für eine einfache Renovierung mit einem Fassadenanstrich ansetzen. Eine Verbesserung der Wärmedämmung findet dabei allerdings nicht statt. Also kein reduzierter Energiebedarf, kein besseres Wohlfühlklima im Haus.

Aber vielleicht setzen sich die Redakteure der Welt und von Capital ja mal zusammen und versuchen mal zu begreifen, wie man die Kosten eines Gebäudes über dessen Lebensdauer berechnet.

Mittwoch, 27. März 2013

Nochmal die Fassadenfarbe


Gestern habe ich noch drüber noch etwas theoretisch geschrieben und gefragt welche Farbe denn Sie für Ihre Fassade bevorzugen würden. Heute habe ich ein Beispiel für eine eher misslungene Fassadengestaltung gesehen und die möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.
Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, prinzipiell bin ich der Meinung, das es keine hässlichen Farben gibt, aber man muss natürlich den Kontext beachten in dem die Farbe auftritt. Hier handelt es sich um ein kleines Dorf in Oberbayern, ringsherum stehen kleine Bauernhäuser, alle eher weiß oder sehr hell getönt. Da passt der stark gesättigte Gelbton wie die Faust aufs Auge. Eine etwas dezentere Auswahl hätte der Fassade ohnehin gut getan. In diesem Fall also eher Murks.





Alles Farbe oder was?

Heute stellt das Malerblatt in Facebook die Frage ob es unbedingt die Farbe Grasgrün an der Fassade sein muss. Da hänge ich mich an und Frage Sie: Welche Farbe sollte denn an Ihre Fassade? Schreiben Sie mir in diesem Blog.

Montag, 25. März 2013

Stucco Veneziano oder Tadelakt

Tja liebe Leser, da stoße ich wirklich an meine Grenzen. Beide Techniken sind toll wenn Sie handwerklich perfekt ausgeführt werden. Ich selber beherrsche das nicht und würde mir deshalb nie anmaßen in dieser Sache Tipps abzugeben. Aber es gibt natürlich Betrieb wie Heyse bei Hannover oder Huber in Iffezheim, denen traue ich das zu. Oder was glauben Sie denn warum die in meinen Links auftauchen. 

Samstag, 23. März 2013

WDVS Saisonbeginn - was ist zu beachten

Der Frühling wird kommen, da bin ich überzeugt. Damit beginnt auch wieder die Fassadensaison. Was ist im Frühjahr besonders zu beachten? Vor allem sollte man die Temperaturen im Auge haben. Gerade am frühen Morgen ist es oft noch sehr kalt. Für alle Arbeiten an der Fassade muss es mindestens 5° Celsius haben, und zwar sowohl Luft- und Untergrundtemperatur.

Es kann sehr nützlich sein, ein vorhandenes Gerüst mit Planen abzuhängen. Dies verhindert, das über Nacht der Untergrund mehr als nötig Abkühlt und sich Tauwasser bilden kann. Der Untergrund muss für alle Verarbeitungsschritte nicht nur warm genug sondern auch trocken sein.

Für den Bauherrn gilt: Kaffe kochen. Oder vielleicht ein anderes warmes Getränk anbieten. Tagsüber darf es dann gerne auch Wasser, Limo oder Ähnliches sein. Hier in Bayern wird manchmal auch noch ein Bier getrunken, aber das muss jeder Bauherr selbst entscheiden.