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Freitag, 22. März 2013

Capital mit kapitalem Fehler

So langsam müsste jeder Journalist der Republik ja mal einen WDVS kritischen Artikel geschrieben haben. Oder fehlt da noch jemand? Ja? Wer? Ach Herr Hecking von der Capital hat sich auch noch am Thema abgearbeitet.

Neben den sattsam bekannten, längst wiederlegten Vorurteilen wird jetzt noch ein neues Argument ins Feld geführt. Wie es sich für eine Wirtschaftszeitung gehört muss natürlich über das liebe Geld geredet werden. Die Amortisationsdauer beträgt ca. 20 Jahre behauptet Herr Hecking und findet das nicht gut. Denn nach 22 Jahren muss die Fassade schon wieder renoviert werden. Ist es denn zu fassen. Schon nach 22 Jahren! Wahnsinn!!
aber was nach diesen 22 Jahren dann gemacht werden muss verschweigt Herr Hecking, er ist ja nicht vom Fach, deswegen sei ihm an dieser Stelle verziehen. Aber wir werden es ihm verraten liebe Leser, gell? Es wird folgendes passieren: Ein Gerüst wird aufgestellt, die Fassade gereinigt und dann wieder gestrichen. Und das hält dann die nächsten 22 Jahre, ist aber wesentlich billiger als es die energetische Sanierung. Klingt komisch Herr Hecking? Ist aber so. Man muss sich nämlich die Kosten über die ganze Lebensdauer der Fassade betrachten, und die kann genauso gut 100 Jahre betragen wenn alle Arbeiten fachgerecht ausgeführt wurden. Nur ab und zu braucht es einen neuen Anstrich - wie bei allen anderen Putzfassaden auch.


Samstag, 16. März 2013

Konrad Fischer in der rechtsradikalen Nationalzeitung

Hier mal der Link zu der Presseerklärung des Industrieverband Hartschaum e.V. Komisch das ausgerechnet diesem Herrn immer wieder eine öffentliche Plattform gegeben wird. Zuletzt ja auch im Bayerischen Fernsehen (BR). Ich habe mich darauf hin an den Bayerischen Rundfunk gewandt um eine Stellungnahme zu erhalten.

Hier meine Mail an den BR:

Sehr geehrte Damen und Herren,
schon aus fachlicher Sicht ist der von Ihnen gesendete Beitrag äußerst ungenau und wird dem Ernst des Thema nicht gerecht. Hier wurde ein bekannter WDVS-Hasser befragt und die entsprechenden Antworten ließen natürlich nicht auf sich warten. Mit etwas gewissenhafter Recherche hätten Sie überdies festgestellt das der von Ihnen angesprochene "Fachmann" zudem im rechtsradikalen Milieu verankert ist und außerdem nicht davor zurück schreckt, unangenehme Erwiederungen auf seine fachlichen Ergüsse mit üblen Beschuldigungen zu erwiedern. So wurden schon die Dämmstoffhersteller als Nachfolger der IG Farben bezeichnet, ich persönlich wurde dabei auch beleidigt.

Ich fordere Sie auf, diesem Herrn keine Plattform mehr zu geben und stattdessen zu einer neutralen Berichterstattung zurück zu kehren. Die Äußerungen des Konrad Fischer sind fachlich falsch und stellen ein erfolgreiches System der Energieeinsparung in ein schlechtes Licht. Einem verantwortungsvollen Journalismus hätte es sicher gut zu Gesicht gestanden auch eine zweite Meinung einzuholen.

Wolfgang Köster


Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Hier die Stellungnahme des Bayerischen Rundfunk:

Sehr geehrter Herr Köster,
vielen Dank für Ihre Reaktion auf unsere Sendung. Das Format unserer Sendung ist unterhaltend ausgelegt, kann Themen nur "anreißen", den Zuschauern eine Basisinformation geben und insofern nicht wissenschaftlich detailliert wie in einer Wissenschaftssendung ein Thema aufarbeiten. Gleichwohl sind uns diese inhaltlichen Details aber bekannt. Was Herrn Fischer angeht, ist uns seine kritische Haltung ebenfalls bekannt. Wir haben ihn deshalb auch bewusst als jemanden vorgestellt, der "gar nichts von Dämmung hält" um seine Aussagen den Aussagen der Politiker gegenüber zu stellen und haben dann die Frage gestellt, wer hat denn nun Recht? Wir haben also seine Aussagen bewusst als Kritikermeinung kenntlich gemacht und sogar teilweise in Frage gestellt.

Ihre Meinung, Herr Fischer sei dem rechtsradikalen Milieu zuzuordnen, sehe ich, wenn man Herrn Fischer persönlich kennt, für haltlos an. Bewusst haben wir auch nicht auf seine Internetseite verlinkt, die sehr satirisch gehalten ist und von manchen Lesern nicht verstanden, bzw falsch interpretiert werden kann und von der wahrscheinlich auch Ihre Einschätzung geprägt wurde. Falls Sie sich, wie in Ihrer Mail beschrieben, persönlich von Herrn Fischer beleidigt fühlen, bitte ich Sie dies mit ihm direkt zu klären und nicht über uns.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Weber

PS: ich empfehle Ihnen als Lektüre das aktuelle gerade erschienene Wirtschaftsblatt Capital, dass unter der Schlagzeile "Die Dämmfalle" Dämmen zum Titelthema gemacht hat.

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