Donnerstag, 3. Oktober 2013

Einem guten Kollegen und Social Media Experten stand ich Rede und Antwort. Das ganze Interview mit Matthias Schultze könnt ihr auf dem Blog von Maler Heise nachlesen.

http://blog.maler-heyse.de/2013/10/03/waermedaemmung-wdvs-ist-nachhaltig-und-sinnvoll-wir-fragen-einen-experten/

Dienstag, 4. Juni 2013

Keine Mehrvergütung für Auftragnehmer bei unklarer Leistungsbeschreibung

Das Oberlandesgericht Naumburg hat entschieden - und zwar zu Ungunsten der Handwerker. Diese müssen nun auch ohne Vertragsabschluß massiv in Vorleistung gehen.
Aus einem Artikel, erschienen in Meistertip Newsletter:

Ist die Leistungsbeschreibung bzw. das Leistungsverzeichnis unklar und/oder lückenhaft, muss der Auftragnehmer vor der Abgabe seines Angebotes beim Auftraggeber nachfragen, anderenfalls kann er für spätere Erschwernisse oder Ergänzungen bei der Bauausführung keine Vergütung verlangen.
Der Auftragnehmer ist verpflichtet, Unklarheiten und Lücken in der Leistungsbeschreibung vor Abgabe seines Angebotes durch Rückfrage beim Auftraggeber aufzuklären. Das gilt nicht nur dann, wenn er die Unklarheit bzw. die Lücken tatsächlich erkannt hat, sondern auch, wenn diese erkennbar waren. Der Auftragnehmer darf insbesondere nicht die Lücken oder Unklarheiten durch für ihn günstige Annahmen bei der Kalkulation ausnutzen und damit seine Aussichten auf einen Zuschlag erhöhen. Klärt er nicht auf, kann er für später notwendige Erschwernisse oder Zusatzleistungen keine Vergütung verlangen.
Das Gleiche gilt, wenn den Ausschreibungsunterlagen Pläne beigefügt sind oder auch auf einzusehende Pläne verwiesen wird. Aus diesen Plänen ersichtliche oder erkennbare Schwierigkeiten muss der Auftragnehmer ebenfalls im Rahmen seines Angebotes bei der Kalkulation berücksichtigten und auch hier notfalls für Aufklärung bei Auftraggeber sorgen.
Dies hat das Oberlandesgericht Naumburg erneut so entschieden.

Damit wurde den Handwerkern jetzt ein riese Ei ins Nest gelegt. Jeder Auftragnehmer hat nun vor Abgabe seines Angebotes alle Umstände aufzuklären. Ich hoffe, das Handwerkskammern und Innungen die Sache weiter verfolgen und auch vor das BGH gehen um dieses Urteil anzufechten.

Freitag, 3. Mai 2013

Absolut bemerkenswert: Maler Heyse!

Meiner Meinung nach einer der besten Social-Marketing Männer im Bereich des Malerhandwerks ist Matthias Schulze vom Malerbetrieb Heyse.  Was der auf seinem Blog und in den sozialen Netzwerken treibt ist Marketing vom Feinsten.

Neuestes Beispiel hier

Aber es steckt natürlich mehr dahinter als nur Sprücheklopferei. Ohne ansprechende Malerarbeiten würde das alles nicht funktionieren. Aber so hebt sich der Malerbetrieb von der Masse ab und agiert äußerst erfolgreich. Respekt!

Montag, 29. April 2013

Grundsätzlich .... Untergrund #2

In meiner kleinen Reihe über die Untergrundprüfung möchte ich heute über die einfachen Prüfinstrumente sprechen die jeder hat oder problemlos mitnehmen kann. Damit kann man schon eine Menge anfangen und die meisten Untergründe beurteilen.

Die einfachsten Prüfgeräte sind Hand und Auge. Mit der Hand kann man eine Wischprobe machen und feststellen ob der Untergrund kreidet. Man kann mit den Fingernägeln kratzen - springt Farbe ab liegt sicher kein tragfähiger Untergrund vor. Mit dem Auge kann die Rauhigkeit beurteilt werden, man kann Löcher erkennen, Risse und dergleichen mehr.

Ein weiteres, einfaches Prüfinstrument ist die Sprühflasche. Damit kann man den Untergrund einsprühen und schon viel über die Saugfähigkeit des Untergrundes erfahren. Saugt der Untergrund das aufgesprühte Wasser schnell weg? Perlt das Wasser ab? All dies sind wichtige Hinweise.

Zu guter letzt kann man mit einem Taschenmesser, dem Autoschlüssel oder auch einer Geldmünze feststellen ob eine bereits gestrichene Farbe Kunstharzanteile enthält. Wenn sich bei einer Kratzprobe mit diesen Instrumenten ein bleistiftartiger Strich abzeichnet dann sind Kunstharze, sprich Dispersionen im Spiel. Gut zu wissen wenn man beispielsweise bei Fassade oder auch einer Innenwand vor der Frage steht mit welchem Material überarbeitet werden soll.

„In gedämmten Gebäuden wird mehr Energie verschwendet als in ungedämmten“

Sagt  Professor Dr. Clemens Felsmann in seiner Studie.  Herr Felsmann lehrt am Institut für Energietechnik der Technischen Universität Dresden Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung. Also ist er jemand der es wissen sollte.

Wahrscheinliche eine ähnliche Entwicklung wie sie bei der Einführung verschiedener Assistenzsysteme wie ABS und ESP in Fahrzeugen schon zu beobachten war. Die Verbraucher gehen einfach sorgloser mit ihren Fahrzeugen um, nach dem Motto "Jetzt bin ich sicher". Das stimmt natürlich nur bedingt. Genauso wenig sollte man auch in gut gedämmten Häusern sorglos mit der Energie umgehen. Beispielhaft sei hier das Lüftungsverhalten genannt sowie der Umgang mit warmen Wasser.

Was macht der Fassadendoc in seiner freien Zeit?

Er geht mit der besten aller Töchter ins Münchener Lustspielhaus und sieht sich "Eure Mütter" live an. War ein gnadenlos gutes Geburtstagsgeschenk der besten aller Töchter. Die "Mütter" sind absolut sehenswert. Hab mir fast in die Hose gemacht vor Lachen.

Und im nächsten Blogbeitrag geht es wiederum technische Dinge.

Donnerstag, 25. April 2013

Der Donauwörther CSU-Fraktionschef im Landtag Georg Schmid ist nach der Debatte um die Beschäftigung seiner Ehefrau zurückgetreten!

Eigentlich keine Meldung für den Fassadendoc, oder? Vergleichen wir doch einfach mal die Situation mit einem Handwerker der sich um öffentliche Aufträge bemüht. Da werden schon hohe Maßstäbe an die Vergabe von Leistungen angelegt. Kurz gesagt darf bei Werkverträgen mit Handwerkern nur der wirtschaftlich Vorteilhaftetste (sprich der billigste, so die Praxis) den Zuschlag bekommen. Wie war das denn im Hause Schmid?

Ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist sollte jetzt auf jeden Fall geprüft werden. Da wanderte in den letzten 23 Jahren wahrscheinlich über eine Million Euro ungeprüft aus der Staatskasse in die Taschen von Frau Schmid. Wenn hier ein Werkvertrag geschlossen wurde wie wurde dann die Leistung ausgeschrieben? Wenn der Staat heute einen Handwerker beschäftigt ist eine öffentliche Ausschreibung der Leistung bspw. bei Ausbaugewerken ab 75.000,- vorgeschrieben. Herr Schmid täte gut daran, alle Umstände der Beschäftigung seiner Frau offen zu legen um sich einen Rest Glaubwürdigkeit zu bewahren.

Mal sehen ob Herr Schmid den Mut hat, nicht nur alles schön zu reden sondern seinen Auftraggebern als Abgeordneter (alle Einwohner Bayerns also) wirklich Rede und Antwort zu stehen.


Dienstag, 23. April 2013

WDVS Details, oder wer hat das geplant

Heute mal wieder mit einem größeren Problem herumgeschlagen. Es ging um die Einbindung einer Beschattungsanlage in ein WDVS. Meine erste Frage auf der Baustelle war: "Was wurde denn geplant?"

Jetzt raten Sie mal was die Antwort war. Genau, hundert Punkte, nix wars mit Planung. Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich habe kein Problem damit auf der Baustelle, drei Tage vor Ausführungsbeginn über Detaillösungen zu sprechen - aber der Bauherr. Nur der weiss das bis zur Besprechung noch nicht. Warum werden die Fachleute nicht schon bei Beginn der Planung mit ins Boot geholt? Da kann man über Varianten Diskutieren, über technische Lösungen, über ästhetische Dinge.

Je später man sich jedoch Gedanken über die WDVS Anschlüsse macht desto kleiner wird die Chance, noch etwas Vernünftiges zustande zu bringen. 

Grundsätzlich .... Untergrund #1

Heute möchte ich wieder über die Untergrundprüfung schreiben und welche Prüfwerkzeuge wir benötigen. Das wären in erster Linie Auge, Hand und Hirn.

Diese Drei vernünftig eingesetzt ist schon die halbe Miete. Also, schauen Sie sich den Untergrund genau an, versuchen Sie den ihn mit der Hand zu "erfahren". Den Rest übernimmt dann der Kopf. Und wenn der sagt: "Ich brauch noch ein paar Infos! Dann setzen Sie Ihre "externen" Prüfinstrumente ein. Welche das sein können, diese Frage beantworte ich in meinen nächsten Blogeinträgen. Bleiben Sie dran.

Montag, 22. April 2013

Die Fassade der Zukunft besteht aus Algen #2

Zu meinem letzten Blogbeitrag jetzt auch noch ein Foto eines der Algenbecken, von mir geschossen am 14. April diesen Jahres. Wenn ich es richtig verstanden habe dann wachsen die Algen bei zunehmenden Sonnenschein, trüben das Wasser und beschatten so die Fassade. 

Dabei produzieren die Algen aber auch Methangas das für die Hausversorgung genützt wird. Im Winter werden die Algen weniger (wird das Wasser erneuert?) und die Fassadenfläche bekommt wieder mehr Sonne ab. Bleibt für mich die Frage ob sich der Aufwand auch rechnet.

Hier also eines der Freiluftaquarien: